Montag, 16. März 2009

Siemens liebäugelt mit mehr Kurzarbeit:
Auch Österreich-Zweig wäre davon betroffen

  • Kurzarbeiterzahl könnte sich auf 14.000 verdoppeln
  • Betroffenen bleiben 85 Prozent des letzten Lohnes

Bei Siemens wird über eine Ausweitung der Kurzarbeit nachgedacht. "Wir müssen davon ausgehen, dass der Umfang der Kurzarbeit auch bei uns noch weiter zunehmen wird", sagte Siemens-Konzernchef Peter Löscher. Auch für Teile von Siemens Österreich werde die Einführung von Kurzarbeit geprüft, sagte Siemens-Österreich-Chefin Ederer.

Zuletzt hatte der Siemens-Konzern angekündigt, bis April 7.400 Mitarbeiter an mehreren Standorten in Kurzarbeit zu schicken. Betroffen sind vor allem die Lichttechnik-Tochter Osram und die Industrieautomatisierung. Auch Siemens-Personalchef Siegfried Russwurm hatte kürzlich in einem Interview erklärt, dass eine deutliche Ausweitung der Kurzarbeit geprüft wird. Die Zahl der bisher rund 7.000 betroffenen Beschäftigten könne sich verdoppeln, sagte Russwurm in dem Interview.

Den Betroffenen hat das Unternehmen 85 Prozent des letzten Nettolohnes garantiert. Dabei bleibe es auch, sagte Löscher der der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir sind auch hier in einer Vorreiterrolle und stellen uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Unabhängig von der Kürzung der Arbeitszeit garantieren wir 85 Prozent des Nettoeinkommens."
(apa/red)

16.3.2009 14:10