Ernährung & Wohnen sind teurer geworden:
Inflation stieg im Februar auf 1,3 Prozent an
- Billige Treibstoffe und Öl bremsten die Inflation ein
- Wohnen, Nahrung & Versicherungen als Preistreiber

·Kleider, Schnitzel
und billige Erdbeeren
GRAFIK: Inflation in
Österreich im Februar
·Hundstorfer kämpft
gegen Arbeitslosigkeit
Kurzarbeit finanzierbar, aber keine Dauerlösung
·OPEC dreht doch
nicht am Ölpreisrad
Fördermenge bleibt
vorerst unverändert
Höhere Preise sind auch in Zeiten der Krise nicht erfreulich. Unglücklicherweise verteuerten sich die Warengruppen Wohnen, Nahrungsmittel und Bekleidung im Februar stärker. Die Teuerungsrate ist damit insgesamt in Österreich wieder leicht am Steigen und beträgt nach Berechnung der Statistik Austria nun 1,3 Prozent, gegenüber 1,2 Prozent im Jänner. Immerhin haben niedrige Preise bei Treibstoff und Heizöl die Teuerungsrate einigermaßen eingedämmt. Ohne diese Preisrückgänge hätte die Rate 2,3 Prozent betragen.
"Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" wurden 2,2 Prozent teurer und verursachten ein Fünftel der Inflation. Hauptverantwortlich waren v.a. die um 2,2 Prozent teureren Nahrungsmittel. Preistreiber waren hier Gemüse (plus elf Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus drei Prozent), Brot und Getreideerzeugnisse (plus drei Prozent) sowie Zucker, Marmelade, Honig und Süßwaren (insgesamt plus sechs Prozent).
Stärkster Preistreiber im Monatsabstand war in Österreich von Jänner auf Februar die Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe" (+3,5 Prozent). Laut Statistik Austria ist dies überwiegend darauf zurückzuführen, dass fast keine Schlussverkaufsware mehr angeboten wurde und schon die Frühjahrs/Sommerkollektion in den Geschäften war. Bekleidung wurde im Februar insgesamt 4 Prozent teurer (u.a. Damenjacke +13 Prozent, Damenhose +6 Prozent, Damenkleid +13 Prozent, Herrenjacke +8 Prozent). Auch bei Schuhen (+4 Prozent) machte sich schon das Eintreffen der Frühjahrs/Sommerkollektion bemerkbar: Herrensommerschuhe kosteten um 46 Prozent mehr als im Jänner.
Kostspieligere Dienstleistungen
Preissteigerungen waren auch bei der Instandhaltung von Wohnungen (plus 5,9 Prozent) zu verzeichnen, was laut Statistik Austria hauptsächlich auf Material für Instandhaltung und Reparatur von Wohnungen zurückzuführen war (plus sieben Prozent). Haushaltsenergie verteuerte sich insgesamt nur um 0,8 Prozent, da die Preisanstiege für Gas (plus 15 Prozent), Strom (plus fünf Prozent) und Fernwärme (plus vier Prozent) durch starke Preisrückgänge bei Heizöl (minus 24 Prozent) größtenteils kompensiert wurden.
Für ein Viertel der Jahresinflation waren "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" (plus 3,3 Prozent) verantwortlich, dabei hauptsächlich Preisanstiege bei Versicherungsdienstleistungen (plus 2,9 Prozent). Um 3,5 Prozent mehr kostete Körperpflege, Schmuck und Uhren sogar um zehn Prozent.
Warengruppe "Verkehr" wirkte preisdämpfend
Der bei weitem stärkste Preisdämpfer im Jahresabstand war die Ausgabengruppe "Verkehr" (durchschnittlich minus 4,4 Prozent). Dafür waren fast ausschließlich starke Preisrückgänge bei Treibstoffen verantwortlich (minus 20 Prozent). Ohne diese Verbilligungen wäre die Gesamtinflation um 0,8 Prozent-Punkte höher gewesen, wie die Statistik Austria erklärte. Wartung und Reparaturen von Pkw wurden insgesamt um vier Prozent teurer.
(apa/red)

