Samstag, 21. März 2009

'Schicksals-Spiel' für Rapid in Bundesliga? Gegen Kärnten wohl um letzte Titelchance

  • Titelverteidiger bleibt nur mit Sieg im Meisterrennen
  • Schinkels: "Rapid ist der Kult-Club in Österreich"

Zum Abschluss des dritten Viertels in der Bundesliga steht Rapid vor einer richtungsweisenden Partie. Im Falle einer Auswärtsniederlage heute (18 Uhr LIVE auf NEWS.at) gegen den heimstarken SK Austria Kärnten würde eine erfolgreiche Titelverteidigung in weite Ferne rücken. Mit einem Sieg jedoch besteht die Hoffnung, dass der Sieben-Punkte-Rückstand auf Red Bull Salzburg schrumpft.

Angesichts des aktuellen Erfolgslaufs mit zuletzt drei Siegen ohne Gegentor (Torverhältnis 10:0) gehen die Hütteldorfer mit Selbstvertrauen in die Partie, allerdings lassen sich auch die jüngsten Auftritte von Austria Kärnten sehen - die Klagenfurter haben in diesem Jahr bereits Salzburg und Sturm auf ihrer Abschussliste, gegen die Austria reichte es immerhin zu einem Remis. "Wir sind gewarnt und wissen um die letzten Ergebnisse von Kärnten, doch wir müssen unsere Leistung bringen. Man darf nicht vergessen, dass wir auch eine kleine Serie haben", erklärte Trainer Peter Pacult.

Der Rapid-Coach rechnet so wie auch die Klagenfurter mit rund 15.000 Zuschauern (2.000 davon reisen aus Wien an). "Das darf uns nicht aus der Ruhe bringen. Die Spieler müssen so cool sein, um mit diesen Umständen umgehen zu können", forderte der Wiener, der auch aus einem anderen Grund mit einer etwas aufgeheizten Stimmung rechnet - Pacult fühlt sich von Medienvertretern missinterpretiert, die ihm Meisterschaftsverfälschungs-Vorwürfe wegen der von Herbst auf Frühjahr verschobenen Kärnten-Partien nachsagten.

Schlechter Rasenzustand in Klagenfurt
Mit diesem Thema will sich der 49-Jährige allerdings ebenso wenig lange aufhalten wie mit dem desolaten Rasenzustand in der Hypo Group Arena. "Damit dürfen wir uns gar nicht beschäftigen, sonst hätten wir nur eine Ausrede mehr." Immerhin hätten die Klagenfurter beim 4:2 am Mittwoch im EM-Stadion gezeigt, dass man auf diesem Untergrund gut Fußball spielen könne. "Die Kärntner lassen sich durch äußere Umstände nicht aus dem Konzept bringen und haben eine gute Einstellung", lobte Pacult den Gegner.

Auch von Kärntner Seite war nur Positives über den Kontrahenten zu hören. "Rapid ist der Kult-Club in Österreich, es ist immer etwas Besonderes, gegen diesen Verein zu spielen", sagte Betreuer Frenkie Schinkels. Allzu groß ist der Respekt der seit 27. September 2008 daheim ungeschlagenen Klagenfurter vor dem Rekordmeister allerdings nicht. "Wir wollen gewinnen, denn unser Ziel bleibt Rang vier", betonte der gebürtige Niederländer.

Diese Platzierung würde den Klagenfurtern eine Teilnahme an der neu geschaffenen Europa League garantieren, sofern die Austria unter den Top Drei landen und sich ein "Veilchen"-Vertreter im ÖFB-Cup durchsetzen sollte.

Payer fehlt
Rapid muss übrigens auf Helge Payer verzichten. Der Goalie steht wegen einer fiebrigen Bronchitis nicht zur Verfügung, stattdessen wird Raimund Hedl in Klagenfurt im Tor stehen. Als Ersatzgoalie fungiert Amateure-Goalie Ertan Uzun, weil Andreas Lukse verletzt ist.

(apa/red)

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21.3.2009 07:37