Constantini beflügelt die Kärntner Austria:
Schinkels-Elf schlägt Sturm Graz mühelos
- "Sturm war besser als wir, aber nicht effektiv genug"
- Kärnten rückt in der Tabelle näher an Sturm heran

·Kärnten fegt über Sturm Graz hinweg
Schinkels-Truppe agiert beim 4:2 äußerst effizient
·ÖFB-Teamkader für Test gegen Kamerun
Trimmel und Drazan neu.
Wallner nachnominiert
·Runde für Runde: Alle
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Bilder: Die Highlights der Bundesliga-Saison 08/09
Der neue ÖFB-Teamchef Didi Constantini, der seinen ersten Kader mit den drei Kärntnern Andreas Schranz, Manuel Ortlechner und Zlatko Junuzovic bekanntgab, hat dem SK Austria einen zusätzlichen Schub verliehen. "Die Nominierungen haben die ganze Mannschaft beflügelt. Die Stimmung hier ist gut und es ist geil, da zu spielen", sagte Junuzovic nach dem 4:2-Triumph im Nachtragsspiel zur 20. Runde der Fußball-Bundesliga gegen Sturm Graz.
Der Mittelfeldstratege selbst, der nach Saisonende zum Namensvetter nach Wien wechseln dürfte, hatte mit drei Assists einen erheblichen Beitrag dazu geleistet, dass die Klagenfurter im Falle des Cup-Sieges von Austria Wien mehr denn je mit der Teilnahme am der neuen Europa League (derzeit noch UEFA-Cup) spekulieren dürfen. "Viele belächeln uns, aber meine Truppe glaubt jetzt an Platz vier, wir streben den Rang an", posaunte Trainer Frankie Schinkels.
"Sturm besser, aber nicht effektiv genug"
Seine Elf, die am Samstag den Tabellenzweiten und Meister Rapid empfängt, weist als derzeit Fünfter nur noch drei Zähler Rückstand auf die vierplatzierten Steirer auf. Diese wurden wieder einmal unter ihrem Wert geschlagen. "Sturm war besser als wir, aber nicht effektiv genug", befand Schinkels nach dem ersten Heim-Sieg und den ersten -Toren gegen die Grazer. Die Kärntner sind nun vor eigenem Publikum schon seit 27. September (0:1 gegen Austria Wien/4-4-0) ungeschlagen.
Manuel Weber gab zu, dass seine Elf an diesem Abend im spielerischen Bereich nicht so dagewesen wäre, dafür aber das kämpferische Element gestimmt habe. "Der Sieg war aber verdient. Der Spruch, man solle von Spiel zu Spiel schauen, ist bei uns wichtig, dann ist noch einiges drin", meinte der Mittelfeldspieler. An den Europacup zu denken, ist für Schinkels legitim: "Wir müssen dafür arbeiten und das tun wir!"
Graz ohne Erfolgserlebnis
Die Grazer machten hingegen ihr schwarzes halbes Dutzend voll, sind nach sechs Spielen in diesem Jahr (5 Liga/1 Cup) ohne Erfolgserlebnis. Dass sie noch weit von ihrem Liga-"Rekord" aus der Saison 2005/06 (von der 15. bis 24. Runde in zehn Partien ohne Sieg/0-4-6) entfernt liegen, ist nicht einmal ein schwacher Trost. Sportdirektor Oliver Kreuzer, der dementierte, als Nachfolger von Manager Andreas Müller auf Schalke im Gespräch zu sein, sagte: "Jetzt müssen wir in der Tabelle hinter uns schauen."
In Graz habe er viel Arbeit vor sich, die wolle er fortsetzen, meinte der Deutsche. Der derzeit leidgeprüfte Franco Foda gab nach der Niederlage zu: "Wir waren selbst schuld, wir waren in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft, haben 1:0 geführt und dominiert. Es ist unerklärlich, dass wir mit 1:2 in die Halbzeit gegangen sind", schüttelte der Sturm-Trainer den Kopf. Seine Elf hatte auch nach der Pause nach vorne spielen und das Spiel drehen wollen.
"Aber dann kommt ein langer Pass und es steht aus dem Nichts 1:3", merkte Foda an. Dabei hatte es Chancen genug gegeben. Beim Stand von 1:3 scheiterten zunächst Haas und dann bei 2:3 Hölzl in aussichtsreicher Position jeweils an Schranz. "Ich kann meinen Spieler nur vorwerfen, dass sie in gewissen Situationen defensiv wie offensiv cleverer und intelligenter sein müssen", nannte er den einzigen Grund des derzeitigen Sturm-Übels.
(apa/red)
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