Freitag, 20. März 2009

Kritik am neuen WM-System wird immer lauter: Weltmeister Lewis Hamilton schimpft

  • Brite: "Eine Schande, was mit der Formel 1 passiert"
  • Auch Ferrari-Chef Di Montezemolo verschärft Kritik

In der Debatte um das neue Formel-1-Reglement hat Weltmeister Lewis Hamilton den Automobil-Weltverband FIA scharf angegriffen. "Es ist eine Schande, was mit der Formel 1 passiert", sagte der britische McLaren-Mercedes-Pilot. Es sei schwer zu glauben, dass die Änderungen im Regelwerk eine Verbesserung darstellen. Die FIA hatte zuvor entschieden, dass in dieser Saison der Pilot mit den meisten Siegen Weltmeister wird, und eine freiwillige Budgetgrenze für 2010 beschlossen.

Auch Ferrari-Chef Luca di Montezemolo hat seine Kritik an den Regeländerungen verschärft. "Es ist absurd, ernst und gefährlich, dass die Formel 1 eine Woche vor dem ersten Grand Prix in so einer Situation ist, die sehr schlecht für ihre Glaubwürdigkeit, ihre Sicherheit, die Teams, die Autohersteller, die Fans, die Journalisten und die Sponsoren ist", schimpfte der Präsident der Teamvereinigung FOTA auf der Ferrari-Webseite.

Verwunderung über Alleingang
Hamilton zeigte sich verwundert über den offensichtlichen Alleingang des Verbandes. "Zum ersten Mal in den vergangenen Jahren arbeiten die Teams, Fahrer, Sponsoren und Fans alle zusammen für das Gute in unserem Sport. Jetzt müssen uns die Dachverbände nur noch zuhören und dabei helfen", erklärte der 24-Jährige. Vor allem der neue WM-Modus stößt beim Silberpfeil-Star auf Unverständnis. "Wie auch immer das Punktesystem ist, ich weiß, dass alle Formel-1-Fahrer immer alles geben", sagte Hamilton.

Zuvor hatte bereits der zweifache Weltmeister Fernando Alonso die sofortige Rückkehr zum alten Wertungssystem gefordert, bei dem die Gesamtzahl der Punkte über den Titelgewinn entschied. Auch Rekordweltmeister Michael Schumacher kritisierte die neuen Regeln als sinnlos.

(apa/red)

20.3.2009 13:27
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