Freitag, 20. März 2009

Doris Günther sichert sich Gesamtweltcup:
Die Salzburgerin ist nicht mehr einzuholen

  • Größte Konkurrentin stürzt in der Valmalenco-Quali
  • Günther trotz verpasstem Finale Gesamtsiegerin

Obwohl sie sich nicht für das Finale des letzten Boardercross-Bewerbs der Saison qualifiziert hat, erreichte Doris Günther einen Karriere-Höhepunkt. Die Salzburgerin profitierte vom schweren Sturz ihrer einzigen Konkurrentin Lindsey Jacobellis und ist in den abschließenden Bewerben des Saisonfinales in Valmalenco/Italien nicht mehr von der Spitze der Weltcup-Gesamtwertung zu verdrängen.

Jacobellis zog sich bei ihrem Sturz im zweiten Qualifikationslauf am Donnerstag eine Gehirnerschütterung und Prellungen zu. Die US-Amerikanerin verzichtete daraufhin auf einen Start am Freitag. "Lindey Jacobellis' Unfall hat uns alle schockiert. Gott sei Dank geht es ihr einigermaßen gut", sagte Günther, die am Freitag als 20. abgeschlagen im Feld landete. "Nachdem ich im Sommer lange mit einem Virus zu kämpfen hatte, blieb das Training doch etwas auf der Strecke, was ich in den vergangenen Rennen enorm zu spüren bekam. Ich wusste jedoch, dass ich noch einmal richtig kämpfen muss, um den Gesamtweltcup zu holen."

Neben dem Gesamtweltcup kann Günther sich am Sonntag auch die kleine Kristallkugel im Parallel-Weltcup sichern. Die 30-Jährige führt in dieser Disziplin mit 5.470 Punkten knapp vor der Deutschen Amelie Kober (5.232 Punkte), die zuletzt drei Siege in Folge feierte. "Wir haben super trainiert", zeigte sich Günther am Freitag zuversichtlich. "Das Rennen am Sonntag ist sicher ein würdiger Abschluss der heurigen Weltcupsaison."

Günthers Triumph ist die dritte Weltcup-Kugel für Österreich nach Markus Schairers Sieg in der Boardercross-Wertung und Stefan Gimpls Erfolg im Big-Air-Weltcup. Die Boardercross-Rennen in Valmalenco gewannen am Freitag die Kanadierin Maelle Ricker und der Tscheche Michal Novotny. Susanne Moll (10.) und Mario Fuchs (6.) waren die erfolgreichsten ÖSV-Athleten.

(apa/red)

20.3.2009 17:35