Samstag, 21. März 2009

Weil Wasser nicht aus dem Hahn kommt:
Für 40 Prozent ist Versorgung reiner Luxus

  • Hilfsorganisationen rufen zu sparsamen Umgang auf
  • Veeheerende Situation vor allem Äthiopien leidet

Nur 60 Prozent der Menschen sind laut Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dauerhaft mit Wasser versorgt. Anlässlich des Weltwassertags rief die Hilfsorganisation "Menschen für Menschen" zum bewussteren Umgang mit der kostbaren Ressource auf.

"Wir alle sollten uns bewusst sein, dass in vielen Entwicklungsländern immer noch ein Großteil der Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat und zu viele an den Folgen von Infektionen durch verschmutztes Wasser sterben - weil es weit und breit keinen Brunnen gibt", so Vorstandsmitglied Almaz Böhm in einer Aussendung am Freitag.

Äthiopien besonders betroffen
In Äthiopien, einem der ärmsten Länder der Welt, haben rund 40 Prozent der Einwohner keinen Zugang zu sauberem Wasser, am Land ist die Lage noch schlimmer. Die Versorgung ist daher einer der Projektschwerpunkte der Hilfsorganisation. Bisher wurden insgesamt 1.333 Wasserstellen, 65 Reservoirs und 50 Bewässerungsanlagen errichtet. Großflächige Bewässerungssysteme ermöglichen zwei bis drei Ernten pro Jahr, womit die Lebensgrundlage ganzer Landstriche gesichert wird. Für dieses Jahr sind weitere 40 Brunnen und 20 Quellfassungen geplant, außerdem soll in einem neuen Projektgebiet die Trinkwasserversorgung einer ganzen Stadt gewährleistet werden.
(apa/red)

21.3.2009 22:21