Schüsse vor einer Schule in Frankreich:
Jugendliche probierten neues Gewehr aus
- Lyon: Polizei nahm 17-jährigen Jugendlichen fest
- Elf verletzt: Täter beschoss vorbeigehende Menschen

Ein Schütze hat vor einem Kindergarten in der französischen Stadt Lyon mit einer Schrotflinte auf Passanten gefeuert und elf Menschen leicht verletzt. In Zusammenhang mit der Tat nahm die Polizei am Abend zwei oder drei Jugendliche fest, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
Offenbar habe ein 17-Jähriger von der Wohnung seiner Eltern aus mit Freunden ein neues Gewehr ausprobieren wollen, sagte Staatsanwalt Xavier Richaud. Die Wohnung liegt in unmittelbarer Nähe des Kindergartens. Die Jugendlichen seien sich der Ernsthaftigkeit ihrer Tat wohl nicht bewusst gewesen, sagte Richaud vor Journalisten.
Bei den Verletzten handelte es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft hauptsächlich um Mütter, die ihre Kinder am späten Vormittag abholen wollten. Mehrere Frauen wurden getroffen. Der Mann habe nicht gezielt auf die Schule geschossen, sagte eine Sprecherin der Schulverwaltung. "Die Kinder waren im Unterricht. Sie haben nicht mitbekommen, was passierte", sagte Sprecherin Anne Le Scanff der Nachrichtenagentur AP.
Die von den Schüssen verletzten Erwachsenen standen etwa 30 Meter vom Kindergarten Harmonie-Rebatelle entfernt. Sieben von ihnen wurden nur sehr leicht verletzt, drei weitere mussten zeitweise im Krankenhaus behandelt werden.
(apa/red)
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