Netanyahu versucht Barak zu umgarnen: Will Arbeiterpartei auf Regierungsboot holen
- Barak könnte somit Verteidigungminister bleiben
- Likud-Chef braucht Aufschub für Regierungsbildung

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Der voraussichtlich nächste israelische Ministerpräsident Netanyahu muss bei der Regierungsbildung in die Verlängerung gehen. Der Vorsitzende des Likud hat zwei Wochen zusätzliche Zeit für die Regierungsbildung beantragt. Er ist nun darum bemüht, Verteidigungsminister Barak und seine sozialdemokratische Arbeitspartei in das ansonsten rechte Regierungsbündnis zu holen.
Barak würde dann weiter als Verteidigungsminister im Amt bleiben können. Ein Parteikonvent will in den nächsten Tagen in der Frage entscheiden. Innerhalb der Arbeitspartei regt sich großer Widerstand, und es droht die Spaltung. Mehrere Abgeordnete wollen Barak nicht folgen und glauben, dass ihre Partei nur ein "Feigenblatt" für die rechte Regierungskoalition sei.
Baraks Sinneswandel
Barak hatte nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Parlamentswahl am 10. Februar gesagt, er wolle in Opposition gehen. Seine Wende begründete Barak damit, das Wohl des Landes und die Herausforderungen auf den Gebieten Sicherheit, Wirtschaft und Diplomatie machten es zu einem Gebot, ernsthaft über einen Beitritt nachzudenken. Zuvor hatte Netanyahu einen Appell an die Arbeitspartei gerichtet: Diese habe viele erfahrene Führungsmitglieder, die die Führung des Landes stärken könnten.
(apa/red)
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