Stichwahl soll in der Slowakei entscheiden: Amtierender Präsident in der Favoritenrolle
- Kandidatin der Mitte-Rechts-Opposition unterliegt
- Sozialdemokraten unterstützen weiterhin Gasparovic

·Gasparovic: Mann
des Kompromisses
Amtierender Präsident und Favorit der Wahl
·Opposition setzt
auf Iveta Radicova
Slowakei: Politikerin hofft auf Präsidenten-Stichwahl
·Fläche, Einwohner
und BIP-Wachstum
Fact-Box zur Präsidenten- wahl in der Slowakei
Beim zweiten Durchgang der Präsidentenwahl in der Slowakei am 4. April werden sich der amtierende Präsident Gasparovic und die Kandidatin der oppositionellen Mitte-Rechts-Parteien, Radicova, gegenüberstehen. Für die Stichwahl am 4. April wird nun ein offenes Rennen erwartet. Im ersten Durchgang erhielt Gasparovic 46,70 Prozent der Stimmen, Iveta Radicova 38,05 Prozent.
Premier Fico von der linksgerichteten Smer ("Richtung"), der sich vehement für Gasparovic eingesetzt hat, kommentierte den Ausgang des ersten Durchgangs so: "Wir haben unser Ziel erreicht, unser Kandidat hat gewonnen. Ich kenne mich aus in der Politik, und ich bin mir sicher, der zweite Durchgang wird die gleichen Ergebnisse bringen wie der erste."
Opposition wittert Morgenluft
Ex-Premier Dzurinda, der Vorsitzende der oppositionellen Slowakischen Demokratischen und Christlichen Union (SDKU), äußerte Zufriedenheit mit den Wahlergebnissen und erklärte, die Slowakei habe die große Chance, "endlich ein Staatsoberhaupt zu haben, das die Bürger eint und nicht teilt."
Die Kandidaten, die sich auf Platz drei und vier befinden, Frantisek Miklosko (Konservative Demokraten/KDS) und Zuzana Martinakova (Freies Forum), wollen nach ersten Stellungnahmen keine Empfehlungen für den zweiten Wahlgang abgeben. Martinakova erklärte, die Präsidentenwahl verwandle sich in ein persönliches Duell zwischen Fico und Dzurinda. "Das ist eine schlechte Nachricht für die Slowakei, wir würden lieber einen von den Parteien unabhängigen Präsidenten haben", betonte Martinakova.
(apa/red)
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