Viele Jugendliche sind ausländerfeindlich:
Rund 5 Prozent in rechtsextremen Gruppen
- Deutsche Studie: Auch Mädchen als Mitglieder
- Vor allem Burschen neigen zu Rechtsextremismus

Etwa jeder siebente Jugendliche in Deutschland ist einer Studie zufolge sehr ausländerfeindlich. Das berichteten Innenminister Wolfgang Schäuble und der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer.
Sie legten in Berlin erste Ergebnissen des Forschungsprojekts "Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt" vor. Demnach gaben 4,9 Prozent der befragten Burschen an, Mitglied einer rechtsextremen Gruppe oder Kameradschaft zu sein. Bei den Mädchen waren es 2,6 Prozent.
Vor allem Burschen gefährdet
Rechtsextreme Einstellungen seien vor allem bei Burschen anzutreffen, sagte Pfeiffer. Sie verteilten sich zudem regional sehr unterschiedlich. "Das muss uns aufrütteln, dass ein hoher Anteil der Burschen in West- und Ostdeutschland ins Fahrwasser der Rechten geraten ist." Am ausgeprägtesten seien Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus an Hauptschulen.
Für die Studie wurden in den Jahren 2007 und 2008 in 61 Landkreisen und kreisfreien Städten fast 45.000 durchschnittlich 15 Jahre alte Schüler befragt. Zusätzlich wurden 8.000 Viertklässler befragt. Der Abschlussbericht soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres vorgelegt werden. (apa/red)
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