"Besetzung mit Konsequenzen verbunden": RSF warnt Briten mit Nachdruck und Gewalt
- Dalton: "Iren geht es wie Irakern und Afghanen"
- Plus: Weitere Verdächtige nach Anschlägen in Haft

·Nordirland - Geprägt
vom Glaubenskrieg
Über Jahrzehnte hinweg Schauplatz des Terrors
·Stichwort: Nordirland als Terror-Schauplatz
Blutiger Konflikt prägte jahrzehntelang das Land
Nach den jüngsten Terroranschlägen in Nordirland mit drei Toten hat ein führender Regierungskritiker vor gewalttätigen "Konsequenzen" auch in Großbritannien gewarnt. "Wenn die britische Regierung ein anderes Land besetzt, muss sie realisieren, dass damit auch Konsequenzen verbunden sind", sagte der Vizepräsident der Partei Republikanische Sinn Fein (RSF), Des Dalton.
Er wurde zuvor gefragt, ob Anschläge auch auf der Hauptinsel gerechtfertigt seien. So lange die Briten nicht abgezogen seien, werde der Widerstand nicht beendet, sagte Dalton. "Den Iren geht es genauso wie den Irakern, Afghanen und Palästinensern."
Die RSF hatte sich 1986 von der Sinn-Fein-Partei abgespalten, die lange Zeit der politische Arm der Terrororganisation IRA war. Zwei Splittergruppen der IRA bekannten sich zu den jüngsten Anschlägen, bei denen zwei Soldaten und ein Polizist ermordet wurden. Der RSF werden Verknüpfungen zu paramilitärischen Splittergruppen nachgesagt, sie bestreitet es aber.
Weitere Festnahmen
Nach den Terroranschlägen in Nordirland, bei denen zwei Soldaten und ein Polizist ermordet wurden, hat sich die Zahl der festgenommenen Verdächtigen auf elf erhöht. Ermittler fassten in Craigavon südwestlich von Belfast zwei Männer im Alter von 31 und 27 Jahren. Ihre Festnahme steht im Zusammenhang mit dem Mord an dem 48 Jahre alten Polizisten, wie die Polizei mitteilte.
(apa/red)
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