Montag, 16. März 2009

Zwei Anschläge im Süden Afghanistans: Zwölf Menschen sterben bei zwei Attentaten

  • Anschlag im Süden: Täter verkleidete sich als Polizist
  • Polizisten und Zivilisten kamen dabei ums Leben

Bei zwei Selbstmordanschlägen auf Polizeiwachen sind in Afghanistan zwölf Menschen getötet und 30 weitere Menschen verletzt worden. Beide Attentate ereigneten sich im Süden des Landes, wie die afghanischen Behörden mitteilten.

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu einem Anschlag auf das Polizeihauptquartier in Lashkar Ghar, der Provinzhauptstadt der Taliban- und Opium-Hochburg Helmand. Neun Polizisten und zwei Zivilisten starben, als sich ein mit einer Polizeiuniform getarnter Selbstmordattentäter vor dem Eingang in die Luft sprengte, wie das Innenministerium mitteilte. 28 Menschen, die meisten von ihnen Polizisten, wurden verletzt.

Granate auf Wachposten
In der westlichen Nachbarprovinz Farah warf nach Polizeiangaben ein Attentäter im Distrikt Delaram eine Granate auf einen Wachposten vor einer Polizeiwache und stürmte dann mit dessen Waffe in das Gebäude. Zwei Polizisten eröffneten das Feuer auf den Mann, worauf an seinem Körper befestigter Sprengstoff explodierte. Ein Polizist wurde den Angaben zufolge getötet und zwei Ladenbesitzer verletzt.

Ungeachtet der Präsenz internationaler Truppen hat sich die Zahl der Anschläge in Afghanistan in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt. Erst am Wochenende waren bei Anschlägen neun Soldaten der internationalen ISAF-Truppe getötet worden. In den kommenden Monaten sollen 17.000 zusätzliche US-Soldaten den Kampf gegen die Aufständischen im Süden des Landes unterstützen.
(apa/red)

16.3.2009 19:56