Verteidiger Mayer über ersten Prozesstag:
"War sehr nervös und hat sich geschämt"
- Anwalt verfolgt in der Verhandlung keine Strategie
- Sieht seinen Mandanten keineswegs als "Monster"

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Laut dem Verteidiger von Josef F., Rudolf Mayer, war der Angeklagte vor dem Beginn seines Prozesses in St. Pölten "sehr nervös und er hat sich sehr geschämt". Dies sei mit ein Grund gewesen, warum F. sein Gesicht vor der Presse verborgen und jeglichen Kommentar verweigert hätte, sagte der Anwalt.
Einzelheiten zu der Verhandlung wollte Mayer aufgrund des Ausschlusses der Öffentlichkeit nicht bekanntgeben. Bei seiner Verteidigung verfolgt Maier nach eigenen Angaben "keine Strategie". F. erzähle wie es gewesen ist und bekenne sich dann je nach Anklagepunkt schuldig oder nicht.
"Mein Ziel ist es, dass man sich vorurteilsfrei mit dem Angeklagten beschäftigt", sagte der Anwalt. Dass F. - wie medial oft kolportiert - ein "Monster" sei, wollte Mayer so nicht stehen lassen. Zwar sei außer Zweifel, dass die Taten von F. teilweise "monströs" gewesen seien. Andererseits hätte ein "Monster" der erkrankten Tochter kaum ärztliche Hilfe zukommen lassen, sondern sie "zum Verschwinden gebracht", meinte der Anwalt.
(apa/red)
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