Sonntag, 22. März 2009

Schon wieder brutaler Mord in Wien: Erst 17-Jähriger erstach Frau - Beziehungstat

  • Täter gestand Mord gleich darauf Ärztin in Spital
  • Junger Mörder wurde unterdessen festgenommen

Der Mord in Wien-Meidling war offenbar eine Beziehungstat: Weil eine 19-Jährige mit ihrem Freund Schluss gemacht hatte, musste sie in ihrer Wohnung in der Wienerbergstraße sterben. Ein 17-jähriger Schüler ist als Verdächtiger in Haft. Er hatte einer Ärztin des neurologischen Krankenhauses am Rosenhügel das Verbrechen gestanden, wie Oberstleutnant Gerhard Winkler, Leiter der Außenstelle Süd des Landeskriminalamts Wien.

Der 17-jährige Schüler war in das Spital am Rosenhügel gekommen und hatte der Medizinerin gesagt: "Ich habe meine Freundin getötet." Die Ärztin verständigte die Polizei. Eine Funkwagenbesatzung fuhr zur Wohnung in der Wienerbergstraße, öffnete diese und entdeckte die Leiche der jungen Frau, die eine berufsbildende Schule besuchte.

Mehrere Messerstiche
Der genaue Tathergang wird derzeit noch rekonstruiert. Laut Winkler bekam das Opfer mehrere Messerstiche, hauptsächlich in den Brustbereich. Wie viele es waren, musste die Obduktion klären. Die Tatwaffe war ein Küchenmesser, das der Verdächtige offenbar in der Wohnung an sich genommen hatte.

Wohnungsinhaberin war die 19-Jährige. Sie dürfte mit ihrem Freund nicht zusammengelebt haben. Er war bei seinen Eltern in Döbling gemeldet, dürfte aber zeitweise bei ihr übernachtet haben. "Offenbar ist es so, dass sie vor kurzem mit ihm Schluss gemacht hat", sagte Winkler.

Dass sich der Jugendliche nach der Tat einer Ärztin am Rosenhügel anvertraute, hängt damit zusammen, dass er in dem neurologischen Krankenhaus in Behandlung stand. Details dazu nannte Winkler nicht. Der Täter sollte erst im Laufe des Nachmittags einvernommen werden, zuerst wollen die Ermittler des LKA - Außenstelle Süd (Gruppe Panzenböck) erst das Umfeld bei dem 17-Jährigen und dem Opfer vollständig abgeklärt haben.

(apa/red)

22.3.2009 14:07