Zilk spionierte für CSSR-Geheimdienst:
Lieferte als Holec jahrelang Informationen
- profil: Gewährte Einblicke in Österreichs Außenpolitik
- 30.000 Euro und böhmischen Luster aus Bleikristall
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·Spion Zilk bespitzelte
Kreisky, Klaus und Co.
Zilk war Informant des CSSR-Geheimdienstes
·Fekter: "Akten sind schon vernichtet"
Opposition fordert Aufklärung der Vorwürfe
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat der spätere Bürgermeister von Wien, Helmut Zilk, zwischen Dezember 1965 und Juni 1968 unter dem Decknamen "Holec" für den Geheimdienst der Tschechoslowakei Spitzeldienste geleistet. Er bekam dafür ein Honorar von - nach heutiger Kaufkraft - rund 30.000 Euro.
"profil" veröffentlicht entsprechende, von Zilk unterschriebene Quittungen. Zusätzlich erhielt Zilk auch Geschenke, wie etwa einen Luster aus böhmischem Bleikristall. Dem CSSR-Geheimdienst lieferte Zilk Informationen aus dem inneren Kreis der SPÖ, zur Außenpolitik der neuen ÖVP-Alleinregierung und zur österreichischen Haltung in der Frage der Restitution der Altösterreicher. Auch nachdem er im März 1967 Fernsehdirektor des neuen ORF geworden war setzte Zilk seine Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst fort.
Nach der Okkupation der Tschechoslowakei durch den Warschauer Pakt im August 1968 setzten sich alle drei Führungsoffiziere Zilks in den Westen ab. Die österreichische Staatspolizei wurde vom CIA über die Spitzeltätigkeit Zilks informiert und vernahm Zilk dazu ein. Der entsprechende Akt ist nach Auskunft des Innenministeriums gegenüber "profil" nicht auffindbar.
Die ganze geschichte lesen Sie im aktuellen profil.
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