Samstag, 21. März 2009

Abwehramt findet Wanze in Darabos-Büro: Telefon des Pressesprechers manipuliert

  • "profil": Untersuchung blieb bisher ohne Ergebnis
  • Sofortmaßnahme: Sicherheitsüberprüfung intensiviert

Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner neuen Ausgabe über einen Fall von Spionage im Büro von Verteidigungsminister Norbert Darabos. Laut "profil" fanden Experten des Heeres-Abwehramts bei einer Routine-Überprüfung der Räumlichkeiten des Minister-Kabinetts im Mai 2008 eine Abhörvorrichtung in einem Telefonapparat.

In einer Stellungnahme gegenüber "profil" bestätigt das Verteidigungsministerium den Sachverhalt: "Im Mai 2008 hat das Abwehramt bei einer durchgeführten Überprüfung im Kabinett des Bundesministers ein manipuliertes Telefon entdeckt und sichergestellt. Nach Information an den Bundesminister hat das Abwehramt unverzüglich mit den entsprechenden Untersuchungen begonnen."

Laut "profil" handelte es sich um den Festnetz-Apparat des damaligen Darabos-Pressesprechers Answer Lang. Die Untersuchungen des Abwehramts blieben freilich ergebnislos, wie aus der Stellungnahme des Ministeriums gegenüber "profil" hervorgeht: "Es konnte nicht nachgewiesen werden, dass mit dem manipulierten Telefon tatsächlich jemand abgehört wurde. Als Sofortmaßnahme wurden die Sicherheitsüberprüfungen intensiviert. Es wurden jedoch keine weiteren Manipulationen festgestellt."

Lesen Sie alles über die Wanze in Darabos' Büro im "profil" 12/09!

21.3.2009 10:53
EugenS, 25. 03. '09 23:47
Irgendwie beruhigend
In einem Land zu leben, in dem im Büro des Verteidigungsministers eine Wanze gefunden wird, wo aber anschließend weder derjenige, der sie installiert hat, noch derjenige, der sie übersehen hat, einen Kopf kürzer gemacht werden, finde ich irgendwie beruhigend.
Warum dann aber nicht ganz abschaffen?