Freitag, 20. März 2009

Gasexplosion in NÖ fordert ein Todesopfer:
Bauernhaus wurde vollständig zerstört

  • Ehefrau nur noch tot aus Trümmern geborgen
  • 63-Jähriger Mann erlitt schwere Verbrennungen

Bei einer Gasexplosion in einem Bauerhaus in Hagenbrunn ist eine Frau ums Leben gekommen. Ihr Ehemann hat schwere Verletzungen erlitten. Das Objekt wurde völlig zerstört. Nach Angaben der NÖ Sicherheitsdirektion dürfte ein Gebrechen zum Gasaustritt und der folgenschweren Explosion geführt haben. Beamte des Bundeskriminalamts haben die Ermittlungen aufgenommen.

Der 63-jährige Hauseigentümer war fünf Minuten zuvor in die Küche gegangen, um das Frühstück zuzubereiten. Dabei dürfte er einen sonderbaren Geruch wahrgenommen haben. Nachdem er den Elektroherd in der Küche eingeschalten hatte, dürfte es zur Explosion gekommen sein.

Frau nur noch tot geborgen
Dem Mann gelang es, sich in den Innenhof des Hauses retten. Er erlitt jedoch schwere Verbrennungen und Verletzungen und wurde in der Folge mit der Rettung ins Wiener SMZ-Ost gebracht. Seine 59-jährige Frau befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks noch im Schlafzimmer. Sie wurde durch die eingestürzten Gebäudeteile verschüttet. Nach ihrer Bergung durch Einsatzkräfte der Feuerwehr konnte der Notarzt nur mehr den Tod feststellen.

Hubschraubereinsatz
An die Unglücksstelle wurden der Notarzthubschrauber "Christophorus 9", der wegen ausströmenden Gases in einiger Entfernung landen musste, je zwei Notarzt- und Rettungswagen sowie Staffeln der Rettungs- und Rotkreuz-Hunde NÖ entsandt. Ein Kriseninterventionsteam sorgte für die Betreuung von Angehörigen der Opfer und auch von geschockten Anrainern.

Nach dem Unfall wurde das gesamte Gasnetz in Hagenbrunn vorübergehend abgeschaltet. Dies sei aus Sicherheitsgründen geschehen, sagte EVN-Sprecher Stefan Zach. Spürtrupps waren unterwegs, um benachbarte Häuser auf etwaige Gaskonzentrationen zu untersuchen. Wenn die Zuleitung zu dem von der Explosion betroffenen Bauernhaus deaktiviert sei, könne das Ortsnetz wieder versorgt werden, so Zach.
(apa/red)

20.3.2009 14:05