ÖGB-Vorstand stärkt Lehrern den Rücken: Bei Scheitern der Gespräche Streik möglich
- "Für uns steht als oberstes Prinzip die Solidarität"
- Folgar fordert mehr Geld für unser Bildungssystem

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Der ÖGB stellt sich im Konflikt zwischen Unterrichtsministerin Claudia Schmied und den Lehrern voll hinter die Pädagogen. In einer Resolution des Bundesvorstands werden zusätzliche Mittel für das Bildungssystem gefordert. Bildungsreformen könnten nicht alleine durch politische Versprechen und auf Kosten einer Berufsgruppe stattfinden.
ÖGB-Präsident Erich Foglar betonte in einer Pressekonferenz nach dem Bundesvorstand, dass nunmehr ernsthafte Verhandlungen zwischen Lehrern und Ministerium stattfinden müssten. Ob der ÖGB im Falle des Scheiterns der Gespräche der Lehrervertretung einen Streik gestatten würde, beantwortete Foglar indirekt positiv: "Für uns steht als oberstes Prinzip die Solidarität."
Mangelnde Kommunikation
ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl kritisierte, dass das bisherige Vorgehen der Unterrichtsministerin klar gegen die Sozialpartnertradition gehe. Vorschläge seien nur über die Medien ausgerichtet worden, statt in direkten Gesprächen mit den Lehrern zu einer Lösung zu kommen. Dabei sei nicht hinzunehmen, dass tausende Arbeitsplätze von Junglehrern infrage gestellt würden, erklärte der Vorsitzende der Christdemokratischen Gewerkschafter.
Gleichzeitig forderte Schnedl den Aufnahmestopp im Öffentlichen Dienst zu beenden. Gerade im Bereich Bildung sowie bei der Sicherheit seien Mehraufnahmen vonnöten.
ÖGB-Vizepräsidentin Roswitha Bachner wandte sich dagegen, einzelne Berufsgruppen gegeneinander auszuspielen. Es helfe auch niemandem in Kurzarbeit, wenn auf der anderen Seite Lehrer zwei Stunden mehr arbeiteten. Die Vizepräsidentin warnte auch davor, in der Pensionsdebatte die Generationen gegeneinander aufzuhetzen und kritisierte vehement Versuche, zwischen In- und Ausländern zu unterscheiden. Konkret kritisierte sie dabei die Freiheitlichen.
(apa/red)
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