ÖVP schießt sich auf Ministerin Schmied ein:
Habe in Sachen Lehrer "überhastet" agiert
- Kaltenegger: Zu wenig Kommunikation mit Lehrern
- VP-Generalsekretär fordert Korrekturen von Schmied

·"Schülerstreiks"
nach SMS-Aufruf
Solidarisierung mit Lehrern gegen Schmied?
·"Bin betroffen über
Wortwahl und Haltung"
Schmied über Vertreter der Lehrergewerkschaft
·Vernichtende Kritik am Notensystem
Österreich: Gute Noten trotz klarer Schwächen
·NEWS: Aug' in Aug' mit ihrem Gegner
Angst vor Gewerkschaft? Schmied hat keine
Querschüsse aus der Lichtenfelsgasse: ÖVP-Generalsekretär Kaltenegger ist mit der momentanen Performance von Unterrichtsministerin Schmied gar nicht zufrieden. Ihre Entscheidungen überhastet, ihre Kommunikation mit den Lehrern unzureichend, ihre medialen Auftritte zu häufig. Und zu allem Überfluss ist er sich sicher, bis es Lösungen im Konflikt mit den Lehrern gibt, wird es noch lange dauern.
Kaltenegger würde ihr prinzipiell kein schlechtes Zeugnis ausstellen. Nur im Streit mit den Lehrern habe sie sich seiner Ansicht nach einige gravierende Fehler erlaubt. So kritisiert er im Ö1-Morgenjournal, dass Schmied statt den zahlreichen Interviews und Fernsehauftritten viel eher das Gespräch mit den Lehrern hätte suchen müssen. "Sie hat wahrscheinlich fast 50 Stunden Interviews gegeben und nur ein, zwei Stunden mit den Betroffenen, den Lehrervertretern verhandelt. Ein umgekehrtes Verhältnis wäre besser gewesen", erklärte Kaltenegger
Korrekturen gefordert
Doch Kaltenegger ist überzeugt, Fehler der Ministerin aus der Vergangenheit könnten durchaus bereinigt werden. Hierzu wäre es lediglich notwendig, sich zurück an den Verhandlungstisch zu begeben und sich Zeit zu nehmen. Denn an rasche Lösungen, so wie von Kanzler und Vizekanzler erwünscht, glaubt Kaltenegger nicht.
Voll hinter Schmied
Die SPÖ wehrt sich gegen Angriffe des Koalitionspartners auf Unterrichtsministerin Schmied. Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas bekräftigte, dass die SPÖ die Ministerin weiter unterstütze. "Wir stehen voll hinter Claudia Schmied", beantwortete Rudas die Frage der APA, ob dies auch für den Fall gelte, dass Schmied die Verlängerung der Unterrichtsverpflichtung für Lehrer auch ohne Einwilligung der Gewerkschafter durchzuziehen versucht.
(apa/red)
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