Mittwoch, 18. März 2009

Prozess Haidinger gegen ÖVP vertagt: Wurde wegen Zeugenladungen verschoben

  • Ita, Buxbaum und Gildemeister werden vorgeladen
  • ÖVP bezeichnete Haidinger als "Garant für Lügen"

Der Prozess zwischen dem früheren Bundeskriminalamts-Chef Haidinger und der ÖVP rund um eine Aussendung der ÖVP ist erneut vertagt worden. Haidinger hatte die Partei geklagt, weil sie ihn darin als "Garant für Lügen" bezeichnete. Das Verfahren wurde zwecks Ladung von Zeugen sowie dem Herbeibringen von weiteren Beweisunterlagen auf "unbestimmte Zeit" vertagt.

ÖVP-Anwalt Werner Suppan beantragte die Ladung des ehemaligen Generaldirektors für Öffentliche Sicherheit, Erik Buxbaum, des Ex-Kabinettchefs im Innenministerium, Phillipp Ita sowie von Staatsanwalt Peter Gildemeister, der mit der Innenministeriumsaffäre befasst war.

Von Buxbaum, der während Haidingers Zeit als BK-Chef dessen unmittelbarer Vorgesetzter gewesen ist, will Suppan geklärt haben, ob Haidinger beim Vorbringen seiner Vorwürfe den Dienstweg eingehalten hat. Haidinger selbst sagte am Mittwoch, Buxbaum habe ihm gegenüber damals erklärt, er wolle von den Dingen gar nichts wissen.

"Nie wissentlich Unwahrheit gesagt"
Einmal mehr bestritt Haidinger, gegenüber den Medien jemals die Unwahrheit gesagt zu haben: "Selbstverständlich nicht. Ich habe nie wissentlich die Unwahrheit gesagt". Auch bei jenem APA-Interview, das die Affäre ins Rollen brachte, sei er angerufen und gefragt worden, warum sein Vertrag nicht verlängert wird. Haidinger hatte damals erklärt, er sei abgelöst worden, "weil ich mich nicht korrumpieren ließ".

Zu seinen bisher getätigten Vorwürfen stehe er nach wie vor, sagte Haidinger. Unter anderem hatte der Ex-BK-Chef im Innenausschuss im Februar 2008 erklärt, Innenministeriums-Kabinettchef Ita habe von ihm verlangt, "die Akten für den Banken-Untersuchungsausschuss zuerst an den Klub der ÖVP und erst dann an den Ausschuss zu senden". Außerdem sei zwei Hinweisen im Fall Natascha Kampusch nicht nachgegangen worden.

(apa/red)

18.3.2009 11:57
sidestep, 18. 03. '09 12:20
Die ÖVP und Kim Il Jong aus Nordkorea
Haidinger ist ein Schleimer, das steht fest. Schon allein aus dem Grunde, weil er erst an die Öffentlichkeit gegangen ist, als er nichts geworden ist! sonst hätte er wahrscheinlich geschwiegen. Aber das gibt der ÖVP nicht das Recht, eine Menschenhatz anzufangen nur weil Haidinger einmal aufgezeigt hat, was da z.B. unter Strasser gelaufen ist, wo einer der das ÖVP-Büchel nicht gehabt hat, auch wenn er noch so intelligent und für den Job geeignet war, nichts geworden ist. Da kann man erkennen, wie die ÖVP tickt. Jetzt versucht sie mit allen Mitteln Haidinger zu vernichten. Das ist nichts andere als ein Rachefeldzug und Menschenhatz im großem Stil. Wehe dem, der dieser Partei in die Quere kommt. Die scheint ja schlimmer als der Diktator Kim Il Jong aus Nordkorea zu sein!