"Danke, niedersetzen!": Ministerin Schmied erteilt Vorschlag der Gewerkschaft Absage
- Lehrer forderten Abschaffung der Ganztagsbetreuung
- Faymann glaubt an Kompromiss bis zur Budgetrede
Schreiben Sie uns IHRE MEINUNG zum Lehrer-Streit!

·"Bin betroffen über
Wortwahl und Haltung"
Schmied über Vertreter der Lehrergewerkschaft
·Vernichtende Kritik am Notensystem
Österreich: Gute Noten trotz klarer Schwächen
·NEWS: Aug' in Aug' mit ihrem Gegner
Angst vor Gewerkschaft? Schmied hat keine
Unterrichtsministerin Schmied hat die Regierung über die aktuelle Situation in Sachen Lehrerarbeitszeit informiert. Vor dem Ministerrat hat sie dem Vorschlag der Lehrergewerkschaft, die Ganztagsbetreuung zu streichen, eine klare Absage erteilt. Das hieße, Reformen zulasten der Kinder umzusetzen". Ein weiteres Gespräch mit Lehrervertretern würde am kommenden Freitag stattfinden.
Sie erwartet jetzt Vorschläge der Gewerkschaft, so Schmied vor dem Ministerrat. "Ich habe die Lehrergewerkschaft schriftlich eingeladen und erwarte mir jetzt Vorschläge." Die Streichung der ganztätigen Angebote komme aus ihrer Sicht nicht infrage. Zum Vorschlag, schulautonome Tage zu streichen, wollte sie sich noch nicht äußern. Die Budgetsituation sei der Gewerkschaft bekannt. "Ich habe die Eckdaten erläuter, der Finanzbedarf ist klar", so Schmied.
"Rückendeckung" von Pröll
90 Prozent des Budgets seien Personalkosten. "Rückendeckung" erwarte sie sich jedenfalls auch von Finanzminister Pröll. Dass es einen hohen Handlungsbedarf gibt, sei auch durch die aktuelle PIRLS-Lesestudie bestätigt worden. Gemeinsam mit Wissenschaftsminister Hahn sollen deshalb "neue Wege" bei der Lehrerausbildung beschritten werden. Verbesserungswürdig sei ihrer Meinung nach auch die Beurteilungsfähigkeit.
Faymann hofft auf Kompromiss
Bundeskanzler Faymann geht davon aus, dass Bildungsministerin Schmied und die Lehrervertreter "bis 21. April" - also dem Tag der Budgetrede im Parlament - einen Kompromiss zur Umsetzung der Bildungsreform finden. Je früher eine Lösung gefunden werde, desto besser, sagte er am Dienstag nach dem Ministerrat. Das Ziel, nämlich eine "bessere Schule", sei jedenfalls nicht wegzudiskutieren. Vizekanzler und Finanzminister Pröll erwartet sich einen "Maßnahmen-Mix".
Gewerkschaft empört
Empört hat sich unterdessen die Chefin der AHS-Lehrergewerkschaft, Eva Scholik, auf den von Unterrichtsministerin Schmied versendeten Brief an alle Lehrer im Zusammenhang mit der von ihr geplanten Ausweitung der Unterrichtsverpflichtung reagiert. Die Christgewerkschafterin wertete das Schreiben als "peinlichen Versuch von Ministerin Schmied, die Unmutsäußerungen Tausender als Ergebnis der Agitation weniger Gewerkschaftsfunktionäre abzutun".
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
