Pfarrer Friedl vom Bischof degradiert: Wirbel nach Bekenntnis zu Lebensgefährtin
- Behält aber noch weiterhin sein Pfarre in Ungenach
- Neuerliche Gespräche mit dem Bischof stehen bevor

·Pfarrer Friedl ist für ein "Zölibat auf Zeit"
Ungenach: Geistlicher steht zu Lebensgefährtin
·Stichwort: Was ist ein Dechant?
Wichtige Funktion in der Kirchenhierarchie
Der Pfarrer von Ungenach, Josef Friedl, der sich vor kurzem öffentlich zu seiner Lebensgefährtin bekannt hatte, ist nicht mehr länger Dechant. Das wurde bei einem Treffen mit dem Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz am Montag vereinbart. Als Pfarrer bleibt Friedl vorerst weiter in Amt. Es seien neuerliche Gespräche geplant, kündigte der Bischof an.
Der 65-jährige Geistliche hatte sich in einer Podiumsdiskussion öffentlich zu seiner Lebensgefährtin bekannt und damit bestätigt, was ohnehin schon lange als offenes Geheimnis galt: Er lebe schon seit Jahren mit einer Frau zusammen, was in der Pfarre akzeptiert werde. Seine Freundin habe ihm auch geholfen, Arigona Zogaj zu betreuen, die er nach dem Ende ihrer Flucht vorübergehend im Pfarrhof aufgenommen hatte.
Friedl, der als Dechant auch ein Vertreter des Bischofs ist, tritt für einen "Zölibat auf Zeit" ein, um dem Priestermangel wirksam zu begegnen. Eine Koexistenz von zölibatären und verheirateten Priestern könne die Kirche menschlicher und glaubhafter machen, findet er. Schließlich sei immer das Gewissen die letzte Instanz.
(apa/red)
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