Armut bedroht eine Million Österreicher:
Weniger als 912 Euro Haushaltseinkommen
- Für 400.000 Personen Heizen & Miete nicht bezahlbar
- Quote liegt aber deutlich unter dem EU-weiten Schnitt

·Ernährung & Wohnen
sind teurer geworden
Inflation im Februar auf
1,3 Prozent angestiegen
·Hundstorfer kämpft
gegen Arbeitslosigkeit
Kurzarbeit finanzierbar, aber keine Dauerlösung
Rund eine Million Menschen sind in Österreich armutsgefährdet. Laut einer Studie der Statistik Austria aus 2007 waren insgesamt zwölf Prozent der Bevölkerung betroffen. Als armutsgefährdet gilt nach EU-Definition, wer monatlich weniger als 60 Prozent des Nettomedianeinkommens zur Verfügung hat. Die Schwelle liegt damit in Österreich derzeit bei 912 Euro (im Einpersonenhaushalt).
Die Armutsgefährdungsquote für Österreich lag deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 16 Prozent. Die Studie belegt, dass es bei lange andauernder Arbeitslosigkeit besonders schwierig wird, grundlegende Bedürfnisse zu erfüllen. Rund 400.000 Personen der rund einen Million Menschen unter der Armutsgefährdungsschwelle gelten als "manifest arm". Sie können es sich zum Beispiel nicht leisten, die Wohnung zu heizen oder die Miete rechtzeitig zu bezahlen. Von den im Laufe des ganzen Jahres erwerbstätigen Personen lebten laut EU-SILC rund zwei Prozent in manifester Armut.
Das "Medianeinkommen" oder "mittlere Einkommen" entspricht jenem Wert, der in der Mitte der Verteilung liegt (50 Prozent haben mehr, 50 Prozent weniger) - ist also nicht gleichbedeutend mit dem "Durchschnittseinkommen". Eingerechnet werden Erwerbseinkommen, Pensionen, Sozialleistungen und Unterhaltszahlungen - Steuern und Abgaben werden abgezogen.
(apa/red)
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