Meteoritenjäger wird auf einer Insel fündig:
Deutscher suchte sechs Tage nach Gestein
- Geologie-Museum bezeichnet Erfolg als "Sensation"
- Der letzte Meteoritenfund in Dänemark gelang 1951

·Alle 100 Jahre droht Asteroideneinschlag
Na bumm! Sprengung à la Armageddon hilft nichts
Ein deutscher Amateur-Meteoritenjäger verblüfft die dänische Fachwelt mit seiner Spürnase: Laut einem Zeitungsbereicht hat ein Rostocker Teile eines Anfang des Jahres über der dänischen Insel Lolland niedergegangenen Meteoriten gefunden. Experten des Geologischen Museums in Kopenhagen bezeichneten die ihnen vom Finder übergegebenen Gesteinsproben als "Sensation".
Vorangegangen war ein am 17. Jänner über Norddeutschland und Skandinavien gesichteter Lichtblitz. Er wurde als Spur eines Meteoriten identifiziert. Der Deutsche ermittelte mit Hilfe von Augenzeugenberichten und Videoaufnahmen ein wahrscheinliches Einschlaggebiet und machte sich auf der Insel Lolland an die Suche auf Feldern und in Wäldern.
Als er das Ergebnis seiner erfolgreichen Suche Ende der Woche den Vertretern des Geologischen Instituts in Dänemarks Hauptstadt überreichte, wollte keiner der Beteiligten den genauen Fundort mitteilen. Die dänische Zeitung "Politiken" berichtete, dass der Mann sechs Tage gesucht habe und am Ende auf "einer öffentlichen Grasfläche" fündig wurde.
In Dänemark wurden Reste nach einem Meteoriteneinschlag zum bisher letzten Mal 1951 gefunden. Nach Angaben des Geophysikers Henning Haack sind die jetzt von dem Deutschen gefundenen Gesteinsbrocken etwa viereinhalb Milliarden Jahre alt und gehören damit zum "Urgestein" des Universums. Sie seien von einem seltenen Typ, den man bisher weltweit insgesamt nur zehnmal gefunden habe. Im Geologischen Museum hoffen die Experten nun, dass auch andere Amateur-Meteoritensucher auf Lolland ihr Glück versuchen und etwaige Funde abgeben, wie es in Dänemark gesetzlich vorgeschrieben ist.
(apa/red)
