Sonntag, 19. April 2009

Trotz Schließung von Postämtern: Konzern erwirtschaftet Plus bei Ergebnis und Umsatz

  • Unternehmen liegt über Erwartungen der Analysten
  • Vorschlag für Hauptversammlung: Sonderdividende

Die Österreichische Post blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurück. Das börsenotierte teilstaatliche Unternehmen konnte das Betriebsergebnis (Ebit) um 4,1 Prozent auf 169,5 Mio. Euro steigern, der Umsatz legte um 5,4 Prozent auf 2,441 Mrd. Euro zu, das Ergebnis je Aktie gab allerdings um 2,3 Prozent auf 1,71 Euro nach. Beachtlich ist die weiterhin hohe Eigenkapitalquote von 40 Prozent.

Mit diesen Zahlen lag die Post AG noch über den Erwartungen der Analysten, die ein Ebit-Plus von 0,1 Prozent und einen Umsatzzuwachs von 4,7 Prozent prognostiziert hatten.

Der Personalstand des Post-Konzerns erhöhte sich im Jahresdurchschnitt 2008 im Vergleich zu 2007 von 25.764 Mitarbeitern auf 27.002 Mitarbeiter. "Dieser Anstieg ist zur Gänze durch den Erwerb von Tochterunternehmen bedingt", teilte der Ex-Monopolist Donnerstagfrüh ad hoc im Vorfeld der Bilanzpressekonferenz mit.

Sonderdividende
Bei der Hauptversammlung am 6. Mai soll zusätzlich zur Ausschüttung einer Basisdividende von 1,50 Euro je Aktie wie bereits im Vorjahr eine Sonderdividende von 1,00 Euro/Aktie vorgeschlagen werden. In Summe erwartet die Österreichische Post 2009 einen Umsatz und ein Ebit auf dem Niveau des Jahres 2008. "Bei der derzeit einschätzbaren Beschleunigung der rezessiven Tendenzen kann jedoch ein leichter Umsatz- und Ergebnisrückgang nicht ausgeschlossen werden", hieß es.
(apa/red)

19.4.2009 08:49