Freitag, 13. März 2009

Gute Nachrichten in den Zeiten der Krise:
US-Banken bilanzieren 2009 bisher positiv

  • Bank of America schrieb bis März schwarze Zahlen
  • Auch Citigroup und JPMorgan verzeichnen Gewinne

Gute Nachrichten sind in Zeiten der Finanzkrise rar gesät - dafür aber umso erfreulicher. Ausgerechnet aus den USA, wo die globale Krise ihren Anfang nahm, trudeln jetzt die ersten positiven Bilanzen für die Monate Jänner und Februar 2009 ein. Nach dem Quartalsverlust Ende 2008 hat sich der US-Branchenprimus Bank of America bereits in den ersten zwei Monaten dieses Jahres wieder gesundstoßen können. Konzernchef Kenneth Lewis erwartet auch für das Gesamtjahr ein positives Ergebnis. Damit schloss sich Lewis seinen Kollegen von den Großbanken Citigroup und JPMorgan an, die in den vorangegangenen beiden Tagen erklärt hatten, ihre Häuser hätten zu Jahresbeginn wieder Gewinne geschrieben.

Lewis erklärte zudem, neue Finanzspritzen der US-Regierung benötige sein Geldhaus nicht. Das Institut hatte im Jänner 45 Mrd. Dollar (35,2 Mrd. Euro) aus dem Bankenrettungspaket TARP erhalten. Auch den "Stress-Test" der Regierung werde die Bank of America bestehen. Er sprach sich strikt gegen eine Verstaatlichung von Finanzinstituten aus. Diese Vorstellung sei ein Alptraum. Dadurch werde die falsche Vorstellung geschaffen, dass alle Banken insolvent seien. Die Anleger würden umgehend darauf wetten, welches Institut als nächstes kollabieren könnte. Damit würde womöglich eine Art selbsterfüllender Prophezeiung erzeugt.
(apa/red)

13.3.2009 10:08