Bank Austria will sich Geld vom Staat holen:
Kapitalaufstockung in Mailand und Wien
- Noch keine offizielle Festlegung: Drei Milliarden?
- Erich Hampel möchte bis März über Hilfe entscheiden

·Im Banken-Gebälk beginnt es zu krachen
Osteuropa-Geschäfte belasten Österreich
·Bricht Österreichs
Bankensektor ein?
Ergebnis 2008 könnte um
50 Prozent schrumpfen
Die UniCredit will in Italien und Österreich Staatshilfen zur Stärkung ihres Kapitalstocks in Anspruch nehmen. Über diesen Plan will der Aufsichtsrat der Mailänder Bank diskutieren. 3 Milliarden Euro will die UniCredit-Tochter Bank Austria in Österreich beantragen.
Eine Milliarde Euro wolle die Mailänder UniCredit in Italien beanspruchen. Über die Gestalt der Staatshilfen für die Häuser und den Zeitrahmen werden keine Details genannt. Das soll Thema im UniCredit-Aufsichtsrat sein.
Keine Festlegung bei der Bank Austria
In der Bank Austria in Wien gab es heute keinen Kommentar zu diesem Medienbericht. Man prüfe die Inanspruchnahme von staatlicher Unterstützung. Bisher gebe es aber keine Festlegung, weder in die eine noch in die andere Richtung, so Banksprecher Martin Halama am Donnerstagvormittag.
Bankchef Erich Hampel hat vor einigen Wochen angekündigt, bis März entscheiden zu wollen, wie weit man mit Hilfe des Staates den Eigenkapitalpolster auffüllt. UniCredit-Konzernchef Alessandro Profumo hat bereits öffentlich deponiert, er erwäge für die Bank in Österreich die Inanspruchnahme staatlicher Bankenunterstützung, mit Blick aufs Ostrisiko, das ja die Bank Austria für den Konzern managt. Bei der Bank Austria könnte es sich nach früheren APA-Informationen um ein Volumen von 2 bis 3 Mrd. Euro handeln.
UniCredit-Chef Profumo will vom Aufsichtsrat jedenfalls ein Mandat für Anträge auf Staatshilfen in Italien und Österreich erhalten, berichtete die Tageszeitung Il Messaggero weiter. Mit den Staatshilfen wolle UniCredit Unternehmen stärkere Liquidität garantieren.
(apa/red)

