Noch keine Entschärfung im Gasstreit:
Preispolitik für Ukraine nicht verkraftbar
- Experte des Ost-Ausschusses schlägt jetzt Alarm
- Lindner: EU soll Druck auf politische Lager ausüben

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Russische Energie für den europäischen Markt
Der jüngste russisch-ukrainische Gasstreit ist nach Einschätzung des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft nicht endgültig gelöst. "Den vor einigen Wochen vereinbarten Gaspreis kann die Ukraine nicht verkraften", sagte der Geschäftsführer des Ausschusses, Rainer Lindner, der "Berliner Zeitung" vom Donnerstag. Angesichts der schweren Finanzkrise in der Ukraine sei dieser Preis kaum umsetzbar.
"Es ist klar, dass das Land diese Situation auf Dauer nicht durchhalten kann", sagte er. Die Streitigkeiten zwischen Russland und der Ukraine haben schon wiederholt die Gasversorgung in Westeuropa beeinträchtigt.
Druck der EU
Lindner forderte, die EU solle Druck auf die politischen Lager in der Ukraine ausüben, zu einer gemeinsamen Haltung zu kommen. Zudem solle die Gemeinschaft für eine Teilprivatisierung oder Verpachtung des ukrainischen Gasnetzes eintreten.
Mit Blick auf die Probleme etlicher osteuropäischer Länder rief der Ost-Ausschuss die EU auf, bei Hilfen für diese Staaten "abgestimmt und passgenau" vorzugehen. Nach Einschätzung des Chefs der Osteuropa-Bank, Thomas Mirow, zählt die Ukraine zu den Ländern Osteuropas, die am heftigsten von der aktuellen Finanzkrise bedroht sind.
(apa/red)

