Dienstag, 10. März 2009

Aufatmen bei EADS nach Tiefflug: Konzern macht im Vorjahr 1,6 Milliarden Gewinn

  • Trotzdem angstvoller Ausblick auf Geschäftsjahr 2009
  • Erste Auswirkung der Finanzkrise: Betsellrückgang

Der Airbus-Mutterkonzern EADS hat nach zwei schlechten Jahren wieder einen Gewinn in Höhe von 1,57 Mrd. Euro eingeflogen. Aber unkalkulierbare Probleme beim neuen Militärtransporter A400M sowie die zunehmende Belastung der Fluggesellschaften durch die Finanz- und Wirtschaftskrise verdüstern den Ausblick. Für das laufende Jahr sagte Konzernchef Gallois am Dienstag ein schlechteres Ergebnis voraus.

Statt 900 Airbus-Bestellungen erwartet er dieses Jahr nur noch 300 bis 400 Aufträge. "Unsere Branche steht 2009 vor großen Herausforderungen", erklärte Gallois bei der Bilanzpressekonferenz in Oberschleißheim in München. Außerdem könnte das immer wieder verzögerte A400M-Programm erneut zu hohen Belastungen führen.

Umsatz steigt rekordverdächtig
Trotzdem sei EADS heute wieder stabiler unterwegs, sagte Gallois. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um elf Prozent auf den Rekordwert von 43,3 Mrd. Euro, und nach einem Verlust von 446 Mio. im Vorjahr schloss der Konzern 2008 mit 1,57 Mrd. Euro Gewinn ab.

Airbus lieferte 483 Flugzeuge aus, darunter zwölf Superjumbos A380. Auch die Hubschrauber-, Rüstungs- und Raumfahrtsparten legten kräftig zu. Nachdem die Probleme mit dem Superjumbo A380 gelöst wurden, trugen das Sparprogramm Power8 und der günstigere Dollarkurs zu dem besseren Ergebnis bei.

Beim Auftragseingang spürte EADS die globale Finanz- und Wirtschaftskrise allerdings schon deutlich: Der Bestelleingang fiel von 137 auf knapp 99 Mrd. Euro. Die Entwicklung ab Sommer sei nur noch schwer einzuschätzen, erklärte Gallois. Man rechnet aber mit stabilen Verkaufszahlen und einem Umsatz "weitgehend auf dem Niveau von 2008".
(apa/red)

10.3.2009 13:20