Montag, 9. März 2009

Hilfe für Arbeitslose im Autocluster Styria: Sollen mit 5,6 Mio. Euro unterstützt werden

  • Zur Finanzierung einer Arbeitsstiftung für Umschulung
  • 2,8 Mio. Euro soll EU-Globalisierungsfonds zahlen

Österreich will Arbeitslose im Autocluster Styria mit 5,6 Mio. Euro unterstützen und davon 2,8 Mio. von der EU beziehen. Wie Sozialminister Hundstorfer nach Beratungen der EU-Beschäftigungsminister sagte, wurde ein solcher Antrag auf Mittel aus dem EU-Globalisierungsfonds gestellt. Von den 5,6 Mio. Euro müsste Österreich die Hälfte finanzieren.

Mit dem Geld soll eine Arbeitsstiftung zur Umschulung von entlassenen Arbeitern eingerichtet werden, sagte Hundstorfer. Betroffen seien insgesamt 1.080 Gekündigte des Magna-Konzerns, seiner Töchter, von anderen Zulieferern und von Leiharbeiterfirmen, sagte der Minister. Es gebe Signale, dass die EU-Kommission bald über den Antrag entscheiden wolle, sagte er.

Die EU-Minister berieten in Brüssel über eine Lockerung der Kriterien für die Nutzung von Mittel aus dem EU-Globalisierungsfonds. So soll in Zukunft schon bei einer Mindestzahl von 500 Gekündigten pro Firma finanzielle Unterstützung angefordert werden können, und nicht erst - wie bisher - bei 1.000 Betroffenen. Deutschland lehne eine Anhebung des EU-Kofinanzierungsanteils auf 75 Prozent als zu hoch ab und wolle bei den Kriterien außerdem klarstellen, dass betroffene Unternehmen unverschuldet in die Krise geraten sind, sagte Hundstorfer. Die Diskussionen dazu würden noch andauern. Eine mögliche Aufstockung des Fonds sei Thema für den EU-Beschäftigungsgipfel in Prag am 7. Mai, sagte der Sozialminister.

(apa/red)

9.3.2009 21:55