Montag, 9. März 2009

Exporte legten 2008 noch einmal zu:
Handelbilanz bleibt aber trotzdem negativ

  • Dezember spiegelt schon Krise: Minus von 9 Prozent
  • Leitl prognostiziert ein hartes Exportjahr 2009

Österreichs Außenhandel hat in den Monaten November und Dezember die Auswirkungen der weltweiten Konjunkturkrise bereits zu spüren bekommen und das Gesamtjahr 2008 im Vergleich zu den Vorjahren nur noch mit bescheidenen Wachstumsraten abgeschlossen. Die Außenhandelsbilanz ist nach einem kleinen Aktivum 2007 im Vorjahr wieder negativ ausgefallen.

2009 werde ein "hartes Exportjahr", sagte Wirtschaftskammer-Präsident Leitl bei der Präsentation der Außenhandelsdaten, ohne genaue Prognosen für das laufende Jahr abzugeben. Ziel sei es, "besser abzuschneiden als andere vergleichbare Länder". Er hoffe, dass "im zweiten Halbjahr eine Trendwende sichtbar" werde, dann könne Österreich "mit einem blauen Auge davon kommen". Wenn nicht, werde auch 2010 ein schwieriges Jahr für den Außenhandel.

Minus von 1,8 Milliarden
Nach vorläufigen Daten der Statistik Austria sind die die Einfuhren 2008 um 4,3 Prozent auf 119,13 Mrd. Euro und die Ausfuhren um 2,3 Prozent auf 117,33 Mrd. Euro gestiegen. Daraus ergibt sich ein Handelsbilanzpassivum von 1,8 Mrd. Euro, nach einem Aktivum von 400.000 Euro 2007.

Bei der für Österreich wichtigsten Produktgruppe "Maschinen und Fahrzeuge", die auch Maschinen- und Fahrzeugteile für die Autozulieferindustrie beinhaltet, ist es 2008 in beiden Handelsrichtungen zu einem Rückgang von 2 Prozent gekommen. 2007 gab es in dieser Gruppe noch Zuwächse von 11,0 Prozent in der Einfuhr und 9,2 Prozent in der Ausfuhr. Besonders dramatisch wirkte sich das 4. Quartal aus, in dem die Einfuhren von "Maschinen und Fahrzeugen" um 11,4 Prozent und die Ausfuhren um 14,0 Prozent zurückgingen. Der Ausfuhrwert lag 2008 in dieser Gruppe bei 46,67 Mrd. Euro, der Einfuhrwert bei 40,85 Mrd. Euro.
(apa/red)

9.3.2009 13:16