Opel streift sich Geld vom Fiskus ein:
Millionen-Zahlung des deutschen Staates
- Konzern hat positives Steuersaldo von 18,5 Millionen
- Erweitertes Insolvenzrecht soll Autobauer nützen

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US-Autoriese hängt indes am Tropf der Regierung
Der angeschlagene Autobauer Opel hat in den vergangenen Jahren in Deutschland von hohen Steuerrückzahlungen profitiert. Zwar habe die Tochter des US-Konzerns General Motors Steuern an den deutschen Fiskus abgeführt, aber zugleich Rückzahlungen von den Finanzbehörden eingestrichen. So habe die Adam Opel GmbH im Zeitraum 2005 bis 2007 von den deutschen Finanzämtern Erstattungen in Höhe zweistelliger Millionensummen erhalten.
Seit der Umwandlung der Adam Opel AG in eine GmbH habe die Deutschland-Tochter von General Motors damit einen positiven Steuersaldo, schreibt "Die Welt". Wie aus den Bilanzen der drei fraglichen Jahre hervorgehe, haben die Rüsselsheimer 2007 rund 18,5 Millionen Euro Einkommen- und Ertragsteuern gezahlt, 2006 waren es gerade einmal 0,96 Millionen Euro. Eine hohe Steuerrückzahlung erhielt Opel demnach 2005: Damals seien Steuern in Höhe von 48,5 Millionen Euro zurückerstattet worden. In der Summe der vergangenen drei Jahre sei das Unternehmen ein Steuerprofiteur gewesen, zitiert die Zeitung ein ungenanntes Aufsichtsratsmitglied.
Das deutsche Bundeswirtschaftsministerium arbeitet nach Informationen der "Bild"-Zeitung an einer Erweiterung des Insolvenzrechtes, die dem angeschlagenen deutschen Autobauer Opel zugutekommen könnte. Die "eingeschränkte Insolvenz" solle dem betroffenen Unternehmen erleichtern, möglichst große Teile fortzuführen und eine entsprechende Zahl von Arbeitsplätzen zu erhalten, berichtet das Blatt in seiner Montagausgabe unter Berufung auf Regierungskreise. Opel könnte ein erster Anwendungsfall werden, hieß es.
(apa/red)

