England ist Italien eine Nummer zu groß:
Alle Premier League-Clubs setzen sich durch
- Vidic & Ronaldo sorgen für 2:0-Sieg ManUs vs. Inter
- Auch Chelsea, Liverpool und Arsenal im Viertelfinale

·Denkwürdiger Tag in
der Champions League
Liverpool demütigt Real,
Bayern zerlegt Lissabon
·Champions League: Auslosung 2009/10
Spiele und Ergebnisse
der Fußball-Elite-Liga
·Alle Sieger des
Cups der Meister!
Von Real Madrid über
Liverpool bis Barcelona
Das Mutterland des Fußballs ist als großer Gewinner aus dem Achtelfinale der Champions League 2008/09 hervorgegangen. Die Premier League stellt wie im Vorjahr mit Titelverteidiger Manchester United, Liverpool FC, Chelsea FC und Arsenal 50 Prozent der Aufsteiger. Die Verlierer kommen aus dem Land des regierenden Weltmeisters Italien. Mit Inter Mailand und AS Roma verabschiedeten sich die letzten Vertreter.
Sind die vier jüngsten Titelverteidiger seit 2005 (FC Porto, Liverpool, FC Barcelona und AC Milan) immer jeweils schon im Achtelfinale aus dem Bewerb geflogen, so hat ManU den Fluch der Cupholder vorerst besiegt und die große Chance, als erster Club die Trophäe erfolgreich zu verteidigen, gewahrt. Im Schlager des Abends wehrte im Duell des englischen mit dem italienischen Meister United den Angriff Inter Mailands in Old Trafford durch das 2:0 (1:0) ab. In San Siro hatte es ein 0:0 gegeben.
Die "red devils", die seit nunmehr 19 CL-Matches (15 Siege) in Old Trafford unbesiegt sind, haben im Europacup seit dem Frühjahr 2007 (CL-Semifinale 0:3 auswärts gegen AC Milan) keines ihrer 21 Spiele im Europacup verloren und damit die bisher gemeinsam mit Juventus Turin gehaltene Europacup-Bestmarke für Heim- und Auswärtspartien ausgelöscht. Die "Alte Dame" hatte in den Jahren 1970 bis 1972 im UEFA-Cup ebenfalls 20-mal nicht verloren.
Mourinho lobt ManU
Fergusons Widerpart Jose Mourinho, der vor fünf Jahren als Feldherr des späteren Champions League-Gewinners FC Porto noch an der Seitenlinie in Old Trafford gejubelt hatte, gratulierte den Siegern neidlos. "ManU kann heuer alles, fünf Titel gewinnen, ist verdient weiter. Wir akzeptieren das, obwohl wir nicht schlecht spielten und zweimal nur Metall trafen. Jetzt holen wird den Scudetto, da bin ich mir sicher", erklärte der Portugiese.
Wie Ferguson durfte auch sein Arsenal-Kollege im Hinblick auf die Auslosung am nächsten Freitag in Nyon vorerst tief durchatmen. Die jungen Londoner von Arsene Wenger setzten sich nach einem 1:0 n.V. mit dem 16. Penalty im Elferschießen gegen AS Roma 7:6 durch. "Wir haben immense mentale Stärke bewiesen", meinte der Franzose, während Roma-Kapitän Francesco Totti und Co. der vergebenen Chance nachtrauerten und das Finale im Mai in Rom nur als Zuschauer im eigenen Stadion miterleben.
Torloses Remis bei Porto-Madrid
Das einzige torlose Remis der Achtelfinal-Rückspiele fabrizierten FC Porto und Atletico Madrid, das aufgrund der Auswärtstorregel und dem Ergebnis von 2:2 im ersten Treffen den nun in 22 Pflichtspielen unbesiegten Portugiesen zum Aufstieg reichte. Eindrucksvoll wie Bayern München (7:1) am Vortag gegen Sporting Lissabon demolierte der FC Barcelona im Camp Nou Olympique Lyon. Die Katalanen feierten ihren 50. Sieg in der "Königsklasse" gebührend mit einem 5:2.
Mit seinem Doppelpack innerhalb von 138 Sekunden zum 2:0, dem Messi und Eto'o noch vor der Pause zwei weitere Tore folgen ließen, zelebrierte Thierry Henry seine CL-Treffer Nummer 49 und 50. Der 31-jährige Franzose, der in 108 Länderspielen bisher 48-mal traf, erzielte gegen seine Landsleute allein drei der sechs Goals. "Wir haben sehr, sehr gut gespielt", befand nicht nur Barca-Trainer Josep Guardiola, fügte jedoch hinzu: "Wir haben noch nichts erreicht."
(apa/red)
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