Sturm muss sich mit Remis begnügen:
Grazer schaffen nur ein 1:1 gegen Ried
- Steirer erringen den ersten Punkt nach Winterpause
- Hackmair erzielt überraschenden Führungstreffer

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Der SK Sturm ist in der Fußball-Bundesliga zumindest ein wenig aus dem Winterschlaf erwacht. Mit einem 1:1 (0:0) gegen die als nicht unbedingt auswärtsstark geltende SV Ried mussten sich die Grazer im Spiel der 26. Runde mit einem Remis begnügen, sie verbuchten nach drei Liga-Pleiten sowie dem Aus im ÖFB-Cup aber zumindest den ersten Punkt im Frühjahr.
Peter Hackmair (57.) erzielte die überraschende Führung für die Gäste aus dem Innviertel, die ihren bisher einzigen Sieg in der steirischen Hauptstadt am 3. März 2001 gefeiert hatten. Petr Hlinka (83.) gelang jedoch in der Schlussphase noch der verdiente Ausgleich. Den noch mit Titelchancen ins neue Jahr gestarteten Steirern scheint aber wie im Vorjahr im Frühjahr die Luft auszugehen. Als Vierter liegen die "Blackies" nun zwölf Zähler hinter Spitzenreiter Salzburg und je fünf hinter Rapid und Austria. Ried verbesserte sich zumindest bis Samstag auf den Rang fünf.
Trainer kaserniert Mannschaft
Sturm, von Trainer Franco Foda aufgrund der "außergewöhnlichen Situation" vor dem Spiel kaserniert, erwies sich nach dem zuletzt gezeigten Negativlauf zunächst dementsprechend verunsichert. Ohne den gesperrten Muratovic kam das Kombinationsspiel der Grazer gegen die tief stehenden Rieder kaum zur Geltung. Salihi hatte für die Oberösterreicher sogar die frühe Führung auf dem Fuß, nach einem von Kobras nur kurz parierten Burgstaller-Kopfball setzte die Solo-Spitze den Ball aus zwei Metern aber neben das Tor.
Erst nach einer halben Stunde wachten die Hausherren auf. Haas (35./Freistoß) und Hölzl (43.) scheiterten vor den Augen von ÖFB-Teamchef Didi Constantini jedoch am sicheren Ried-Schlussmann Gebauer, ein Kopfball von Hölzl (36.) ging darüber hinaus an die Außenstange. Die mit nur einem Sieg in den jüngsten 26 Auswärtspartien nach Graz gereisten Innviertler wankten nun. Die steirischen Fans erwiesen sich dennoch als ungeduldig: Nach 40 Minuten hallten erstmals "Wir wollen Sturm sehen"-Choräle durch die mit 8.520 Zuschauern gefüllte UPC-Arena.
Sturm macht Tempo
Auch nach Seitenwechsel drückte Sturm aufs Tempo, Ried kam kaum gefährlich über die Mittellinie. Aus einem der wenigen Entlastungsangriffen stellte die Gludovatz-Elf den Spielverlauf aber auf den Kopf. Nach einer weiten Vorlage auf Salihi legte der Albaner für Hackmair auf, der in seinem 67. Bundesliga-Einsatz mit einem platzierten Schuss seinen Premierentreffer erzielte.
Sturms Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Gebauer rettete bei einem Kopfball des sträflich vernachlässigten Beichler (60.) aber ein weiteres Mal mit einem tollen Reflex, Hlinka (72., 75.) blieb im Doppelpack erfolglos. Eine Standardsituation rettete den Grazern aber doch noch zumindest den Punktgewinn. Hlinka, der stärkste Akteur aufseiten Sturms, besorgte nach einem Eckball aus kurzer Distanz den Ausgleich. Nach der Gelb-Roten Karte von Referee Einwaller gegen Rieds Mader belagerten die Grazer das Rieder Tor, der Siegestreffer wollte aber nicht mehr fallen.
SK Puntigamer Sturm Graz - SV Josko Ried Endstand 1:1 (0:0)
UPC-Arena, 8.520, SR Einwaller
Torfolge:
0:1 (57.) Hackmair
1:1 (83.) Hlinka
Sturm: Kobras - Lamotte (74. Scherrer), Feldhofer, Sonnleitner,
Kandelaki - Hölzl, Kienzl (60. Hassler), Hlinka, Jantscher - Beichler, Haas
Ried: Gebauer - Stocklasa, Glasner, Burgstaller - Brenner, Mader, Kujabi (32. Berger) - Lexa, Hackmair, Drechsel (88. Yeray) - Salihi
(76. Nacho)
Gelb-Rote Karte: Mader (90.)
Gelbe Karten: Kandelaki, Lamotte, Feldhofer, Beichler bzw. Burgstaller
(apa/red)
