Montag, 9. März 2009

Rapid wahrt Mini-Chance auf Meistertitel:
SV Mattersburg im freien Fall nach unten

  • Burgenländer Abstiegskandidat Nummer eins
  • Mattersburg-Coach Lederer bleibt vorerst im Amt

Rapid hat die Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung gewahrt. Die Hütteldorfer feierten in Mattersburg einen souveränen 3:0-Sieg und kamen wieder auf sieben Punkte an Spitzenreiter Red Bull Salzburg heran. Die Burgenländer hingegen befinden sich im freien Fall. Mattersburg präsentierte sich bei der Heimpleite einmal mehr als Abstiegskandidat Nummer eins.

Der verkühlte Rapid-Coach Peter Pacult verzichtete nach dem Schlusspfiff auf eine Stellungnahme und schickte stattdessen seinen Co-Trainer Zoran Barisic zu den Interviews, in denen der Ex-Freistoß-Spezialist zufrieden Bilanz zog. "Die Mannschaft hat eine reife Leistung abgeliefert. Wir waren in der Defensive sicher und vorne immer gefährlich, daher geht der Sieg in Ordnung." Matchwinner für die Grün-Weißen, die in keiner Phase ernsthaft gefordert wurden, war Branko Boskovic, der je einmal mit links und rechts traf. "Meine beiden Tore haben das Spiel entschieden", jubelte der Montenegriner.

Weniger Grund zur Freude hatten die Mattersburger, für die die Lage am Tabellenende immer bedrohlicher wird. Zwar fehlt derzeit nur ein Punkt auf die neuntplatzierten Altacher, allerdings haben die Vorarlberger zwei Spiele weniger ausgetragen. Kapfenberg scheint mit neun Zählern Vorsprung und einem Match Rückstand überhaupt schon außer Reichweite. "Nach einem Rückstand stecken wir immer den Kopf in den Sand, das muss aufhören. Es fehlte die Leidenschaft. Jeder muss jetzt wissen, worum es geht", erklärte Trainer Franz Lederer.

18 Spiele ohne Sieg - Lederer darf weitermachen
Nach mittlerweile 18 Partien ohne Sieg gerät der Arbeitsplatz des längstdienenden Bundesliga-Betreuers immer mehr in Gefahr. "Ich mache meinen Job nach wie vor mit Freude, alles andere müssen andere entscheiden", sagte der Burgenländer, der seit November 2004 im Amt ist. "Meine Position wird seit Wochen infrage gestellt, damit lebe ich."

Den Grund für die Misserfolgsserie ortet Lederer in der mentalen Verfassung. "Wir werden intern drüber sprechen, ob das Problem im psychischen Bereich liegt, am Körperlichen kann es nicht liegen", vermutete der Coach des Schlusslichts.

(apa/red)

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9.3.2009 10:09