Österreich im Team-Bewerb geschlagen: Italien siegt zum Saison-Abschluss vor ÖSV
- Hauchdünner Sieg für die italienische Mannschaft
- Österreicher punktegleich auf dem zweiten Rang
Das italienische Skiteam hat die Partynacht von Samstag auf Sonntag in Aare am besten überstanden und den Teambewerb zum Saison-Kehraus des alpinen Ski-Weltcups in Aare gewonnen. Österreich landete mit 21 Zählern punktgleich aber aufgrund der geringeren Anzahl an Serien-Siegen an zweiter Stelle vor der Schweiz (23), Schweden (26) und Frankreich (29). Erst das zweite Mal seit Einführung des Teambewerbs hat damit das ÖSV-Team nicht den Sieg eingefahren.
Nach dem Super-G lag Österreich hinter Italien und der Schweiz an dritter Stelle, Andrea Fischbacher und Elisabeth Görgl waren in ihren Serien jeweils Zweite geworden, Marcel Hirscher landetet auf Rang vier, Hannes Reichelt wurde wegen Torfehlers disqualifiziert ("Tut mir leid fürs Team"). Im Slalom verbuchten Kathrin Zettel und Hirscher erste Plätze sowie Mario Matt und Elisabeth Görgl dritte. Das italienische Team war mit Nadia Fanchini, Peter Fill und Werner Heel im Super-G dreimal an erster Position gestanden.
Der Teambewerb, der in Zukunft eventuell olympisch werden soll, war mit nur fünf Nationen sehr schwach besetzt; er hatte 2005 bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Bormio Weltpremiere gefeiert. Topfavorit Österreich hat sich dabei Deutschland geschlagen geben müssen. Zwei Jahre später in Aare klappte es dann mit Gold für den ÖSV, im Februar 2009 in Val d'Isere wurde der Bewerb Opfer des Schlechtwetters. Bei den bisher zwei ausgetragene Mannschaftsbewerben zum Saisonfinale setzte sich 2006 und 2007 Österreich durch, 2008 fiel der oft "Er-und-Sie-Lauf" genannte Bewerb wieder aus.
"Müde sind wir alle"
Während sich viele Läufer nicht mehr überwinden konnten, am Saisonende noch einen Teambewerb zu fahren, hatte Zettel kein Problem damit. "Müde sind wir alle. Aber bei solchen Bedingungen und solchem Wetter macht mit das nichts aus, es war noch mal ein gutes Training", sagte die Niederösterreicherin, die am Vortag die Riesentorlauf-Kugel knapp verpasst hatte. Im rot-weiß-roten Team herrschte jedenfalls gute Stimmung, die stand überhaupt bei allen im Vordergrund. "Gestern hat es gepasst, heute war ein Fehler drinnen", analysierte Matt, der den Slalom am Samstag gewonnen hatte, seine Leistung mit einem Schmunzeln im Gesicht. "Mit den Damen fahren, macht einen irrsinnigen Spaß", befand Hirscher.
Nach der Siegerehrung wurde Österreich für den Gewinn der Nationenwertung ausgezeichnet, die Alpenrepublik hatte sich mit 10.740 Punkten vor der Schweiz (7.786) und Italien (6.374) durchgesetzt.
(apa/red)

