Russland provoziert eine neue Kubakrise:
Luftwaffe will eine Basis auf der Karibikinsel
- Auch Flugzeug-Stationierung in Venezuale erwogen
- Chavez würde Langstreckenbombern Heimat bieten
·Abrüstungsvertrag von USA und Russland
Nachfolgeabkommen bis spätestens Jahresende
·NATO: Neustart für Russland-Beziehungen
Rat der Zusammenarbeit soll wiederbelebt werden

Die russische Luftwaffe erwägt eine zeitweilige Stationierung ihrer Langstreckenbomber auf Kuba oder in Venezuela. Allein auf Kuba gebe es vier, fünf geeignete Flugplätze, sagte der Luftwaffen-Generalmajor Anatoli Schicharew.
Zudem habe der venezolanische Präsident Hugo Chavez den Flugplatz auf der Insel La Orchila für Starts und Landungen der strategischen Flugzeuge angeboten, sagte der Chef der Langstreckenfliegerkräfte weiter. "Wenn es den politischen Willen gibt, sind wir bereit", betonte Schicharew. Die russische Führung spricht nur von theoretischen Überlegungen der Militärs.
Präsident Dmitri Medwedew hatte auf seiner Lateinamerika-Reise im vergangenen Jahr auch Bereitschaft zur engeren militärischen Zusammenarbeit mit Venezuela und Kuba erklärt. Bereits im Herbst 2008 hatten zwei russische Tu-160-Bomber auf Einladung von Chavez Venezuela besucht. Moskau und Caracas hatten Befürchtungen zurückgewiesen, dass damit den USA gedroht werden solle.
Russische Kriegsschiffe in der Karibik
Russland hatte zuletzt außerdem mit der Entsendung von Kriegsschiffen vor die kubanische und venezolanische Küste international für Aufsehen gesorgt. Für Kuba war Russland bis zum Zerfall der Sowjetunion vor 20 Jahren der wichtigste Verbündete gegen die USA gewesen.
Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte im Sommer vorigen Jahres Pläne einer möglichen Stationierung russischer Bomber auf Kuba dementiert, nachdem das US-Militär vor einem "Überschreiten der roten Linie" gewarnt hatte.
(apa/red)
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