Erster Beratungstag erfolglos: Noch keine Ergebnisse zwischen Fatah und Hamas
- Gespräche über Machtteilung unter Vermittlung

·Palästinensische Regierung tritt zurück
Fayyad macht Weg frei für Kabinett Fatah-Hamas
·INFO: Die PLO und ihre Organisationen
Gruppen innerhalb
und außerhalb der PLO
·INFO: 20 Jahre lang Konflikt Fatah-Hamas
Ein Überblick über die wichtigsten Eckdaten
Ohne konkrete Ergebnisse haben die rivalisierenden palästinensischen Gruppen Fatah und Hamas den ersten Tag ihrer Gespräche über eine Machtteilung beendet. Am Mittwoch solle versucht werden, die strittigen Themen anzugehen, sagte einer der Teilnehmer in Kairo, Bilal Kassim. Die Gespräche sind zunächst zehn Tage anberaumt.
Der ägyptische Vermittler, Geheimdienstchef Omar Suleiman, rief die Parteien am Dienstag auf, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und den Blick in eine gemeinsame Zukunft zu richten. Die Gespräche fänden unter den Augen der Palästinenser statt, betonte Suleiman. "Also bitte enttäuscht sie nicht."
Rücktritt Fayyads
Zur Beschleunigung einer Versöhnung mit der Hamas hat der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad am vergangenen Samstag seinen Rücktritt eingereicht. Spätestens Ende des Monats werde er sein Amt abgeben, hieß es in einem Schreiben an Präsident Mahmoud Abbas von der Fatah. Dieser erklärte am Sonntag, er sei trotz tiefer Meinungsverschiedenheiten zur Teilung der Macht mit der Hamas entschlossen.
Die neue Regierung müsse sich allerdings zu sämtlichen Verträgen bekennen, die die Palästinenser eingegangen seien, betonte Abbas. Dazu gehört auch die Anerkennung Israels, was die Hamas strikt ablehnt. Gleichwohl begrüßte die radikalislamische Bewegung den Rücktritt Fayyads. Hamas-Funktionär Ahmed Yussef zeigte sich optimistisch, dass die Machtteilung mit der Fatah zustandekommen werde.
(apa/red)
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