Schaden & Scheider im Bürgermeisteramt:
SPÖ-Politiker Schaden gewinnt in Salzburg
- Scheider wird neuer Bürgermeister von Klagenfurt
- Historischer Erfolg für slowenische Einheitsliste

·Zufriedenheit bei
SPÖ & ÖVP in Salzburg
Bürgermeister Schaden
wird auf Soziales setzen
·Klagenfurt färbt sich
mit Scheider orange
SPÖ verliert in Kärnten
drei Bürgermeister
Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) konnte die Bürgermeister-Stichwahl in der Stadt Salzburg mit 53,96 Prozent für sich entscheiden. Sein Konkurrent Vizebürgermeister Harry Preuner von der ÖVP erreichte 46,04 Prozent. In Klagenfurt wurde der 45 Jahre alte BZÖ-Politiker Christian Scheider zum neuen Bürgermeister gewählt.
Scheider setzte sich in der Stichwahl mit 63,99 Prozent gegen seine Konkurrentin Maria-Luise Mathiaschitz durch, die 36,01 Prozent erreichte. Er löst damit Harald Scheucher (ÖVP) ab, der die Stadt zwölf Jahre lang regiert hatte. Scheider hat sich nach dem Wahlsieg überglücklich über das Vertrauen gezeigt. Er will nun das Gespräch mit den anderen Parteien suchen, er schloss auch eine Koalition mit der SPÖ nicht aus. Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ), die 36,01 Prozent der Stimmen erreicht hat, war sichtlich enttäuscht, kündigte aber an, in der Stadtpolitik bleiben zu wollen.
Nach seinem Amtsantritt will Scheider als erstes einen Kassasturz durchführen. Als größte Problemfelder der Stadt bezeichnete er die Budgetsituation und die schwierige Lage der Stadtwerke. Dazu kündigte er eine große Verwaltungsreform an.
Historischer Erfolg
BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz hat den Ausgang als "historischen Wahlerfolg für das BZÖ" und eine "Ohrfeige" für die SPÖ gefeiert. "Es ist nicht nur gelungen das erste Mal in der Geschichte den Bürgermeister einer Landeshauptstadt zu erobern, sondern das BZÖ stellt so viele Bürgermeister wie noch nie zuvor.", sagte Strutz in einer Aussendung.
Einen historischen Erfolg hat es auch für die slowenische Einheitsliste Enotna Lista (EL) gegeben. Ihr Kandidat eroberte in Bad Eisenkappel den Bürgermeistersessel. Franz Josef Smrtnik setzte sich mit 50,4 Prozent gegen den SPÖ-Kandidaten Harald Kogelnik (49,6 Prozent) durch.
(apa/red)
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