Freitag, 13. März 2009

Lawine am Stubaier Gletscher abgegangen:
Rettungsteams fanden keine Verschütteten

  • Strecke Osttirol-Salzburg von Schneemasse blockiert
  • Ennstalbundesstraße wegen Lawinengefahr gesperrt

Wegen starker Schneefälle herrscht wieder in weiten Teilen Österreichs Lawinengefahr. Zwei Ortschaften im obersteirischen Bezirk Liezen und das Skigebiet Planneralm sind von der Außenwelt abgeschnitten. Mehrere Landesstraßen wurden gesperrt. Auch in Tirol und Salzburg ist die Lage kritisch: In der Nacht blockierte eine Lawine die Felbertauernstraße zwischen Salzburg und Osttirol.

Ein Lawinenabgang am Stubaier Gletscher löste einen Großeinsatz aus. Allerdings wurde entgegen ersten Annahmen niemand verschüttet.

Im obersteirischen Bezirk Liezen wurden nach anhaltenden Schneefällen Evakuierungen eingeleitet. Aus dem Weiler Niederstuttern westlich von Stainach mussten etwa 20 Bewohner evakuiert werden. Von Straßensperren sind rund 840 Personen betroffen. Wegen Lawinenwarnstufe 4 mussten im gesamten Bezirk mehrere Landesstraßen gesperrt werden. Auch die Ennstalbundesstraße (B320) zwischen Trautenfels und Espang ist zu. Eine lokale Umleitung über die Landesstraße von Trautenfels über Irdning und Öblarn Richtung Gröbming wurde eingerichtet. Auch die Bahnstrecke zwischen Stainach und Öblarn musste gesperrt werden. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

Abgeschnittene Ortschaften
Auch die Gemeinde St. Nikolai/Sölktal ist von der Außenwelt abgeschnitten, rund 510 Personen sitzen fest. Grund ist die Sperre der L704, der Sölkpass-Landesstraße, ab Mössna und Baierdorf. Auch rund 130 Bewohner der Gemeinde Kleinsölk können wegen Lawinengefahr auf der L726 (ab Hinterwald) ihren Wohnort nicht verlassen. Auf der Planneralm sind rund 200 Menschen nach der Sperre der L738 ab Donnersbachwald von der Außenwelt abgeschnitten.

Probleme gab es auch in anderen Bundesländern: Um etwa 00.30 Uhr blockierte eine Lawine die Felbertauernstraße zwischen Salzburg und Osttirol. Auf der Salzburger Seite im Bezirk Zell am See liegt laut der Felbertauernstraße AG auf einem 25-Meter-Stück der B108 zwischen Mittersill und Matrei drei bis acht Meter hoch Schnee. In weiten Teilen Tirols und Salzburgs herrscht oberhalb von 1.700 Meter große Lawinengefahr der Stufe "4". Als weiträumige Ausweichmöglichkeiten können entweder der Brennerpass oder die Tauernautobahn A10 benutzt werden.
(apa/red)

13.3.2009 17:59