70 Personen froren auf defektem Sessellift:
Mit Seilen auf die Piste heruntergelassen
- Wintersportler warteten über zwei Stunden auf Hilfe
- Skigebiet Kreischberg: Technischer Defekt mit Folgen

Rund 70 Wintersportler sind teilweise knapp drei Stunden auf einem defekten Zweiersessellift im obersteirischen Skigebiet Kreischberg (Bezirk Murau) festgesessen. Die Skifahrer und Snowboarder wurden mittels Seilbergung von den Einsatzkräften gerettet. Trotz widriger Witterungsverhältnisse - starker Wind und Kälte - musste nach Auskunft des Roten Kreuzes kein Wintersportler behandelt werden.
Der Betrieb des Rosenkranz-Liftes unterbrochen. Grund war ein Lagerschaden bei der Umlenkstation. Rund 70 Wintersportler - zuerst war von etwa 100 die Rede - saßen in luftiger Höhe fest. Nach Auskunft der Bergbahnen wurde sofort die Alarmkette in Gang gesetzt. Drei Helikopter - "RK1" aus Klagenfurt, "Alpin 1" vom "Heli Ambulance Team" aus Patergassen (Kärnten) und eine Alouette vom Fliegerhorst Aigen - sorgten dafür, dass die rund 80 Einsatzkräfte rasch vom Tal auf die Rosenkranzhöhe gebracht wurden.
Rettungsaktion
Mehrere Teams zu je drei Personen gelangten - durch ein sogenanntes Bergegeschirr gesichert - via Liftsäulen und Liftseil zu den Festsitzenden. Den Wintersportlern wurde ebenfalls ein Bergegeschirr angelegt, ehe sie mit Seilen auf die Piste heruntergelassen wurden. Kein Skifahrer musste mit einem Hubschrauber geborgen werden. Ein Notarztteam versorgte die Betroffenen in einer Hütte bei der Talstation des Rosenkranzliftes.
Die defekte Doppelsesselbahn führt parallel zu einem Schlepplift auf die Rosenkranzhöhe, mit 2.118 Meter Seehöhe der höchstgelegene Berg im Skigebiet. Am Kreischberg gibt es 13 Seilbahnen und Lifte, den Wintersportlern stehen rund 40 Kilometer Piste zur Verfügung. Das Skigebiet gilt als Anziehungspunkt für Snowboarder. Im Jahr 2003 fand am Kreischberg die FIS Snowboard WM statt.
(apa/red)
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