Lawinengefahr in Tirol wieder angestiegen:
Warme Luftmassen erhöhen deutlich Risiko
- Britischer Snowboardfahrer stirbt in Schneemassen
- Mit spontanen Abgängen über 1.700 Meter zu rechnen

·Lawinen: So entsteht die weiße Gefahr
Neuschnee und Wärme sind wichtigste Faktoren
·Europäische Skala der Lawinen-Gefahr
Die fünf Warnstufen und ihre exakte Bedeutung
In Teilen Nordtirols ist die Lawinengefahr wieder auf "groß", die Stufe "4" der fünfteiligen Gefahrenskala angestiegen. Die Experten des Lawinenwarndienstes verwiesen auf "ungünstige" Verhältnisse in den Tourengebieten. Zuvor war ein britischer Snowboarder unter Schneemassen ums Leben gekommen.
Mit dem Eindringen von warmen Luftmassen werde die Gefahr vermutlich ab den späteren Nachmittagsstunden vor allem im Nordwesten des Landes wieder auf groß ansteigen. Es sei dann - wie schon während der vergangenen Tage - aus sehr steilen Hängen der Exposition West-Nord-West über Nord bis Ost-Nord-Ost in einem Höhenbereich zwischen etwa 1.700 und 2.700 Metern wieder mit dem vereinzelten Abgang spontaner Lawinen zu rechnen. Diese könnten größeres Ausmaß annehmen und somit auch besonders exponierte Verkehrswege erreichen. Dies treffe auch für die Tuxer, Stubaier, Ötztaler und Zillertaler Alpen zu. Zusätzlich fänden sich vor allem oberhalb der Waldgrenze umfangreiche Triebschneeansammlungen, die vereinzelt durch Strahlungseinfluss, generell jedoch durch geringe Belastung gestört werden können.
Für den Wintersportler herrschten oberhalb etwa 1.700 Meter durchwegs kritische Verhältnisse, die gutes lawinenkundliches Wissen erforderten. Etwas besser sei es im südlichen Osttirol. Dort müssten vor allem frische Triebschneeansammlungen beachtet werden.
(apa/red)
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