Lehrer gehen auf Konfrontation zu Schmied:
Mindestens 90 Prozent für Streikmaßnahmen
- "Ministerin hat eine Woche, vernünftig zu werden"
- Nachgeben hätte schwere Folgen für andere Bereiche
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Angst vor Gewerkschaft? Schmied hat keine

Österreichs Lehrer sind streikbereit. Über 90 Prozent wollen sich mit gewerkschaftlichen Maßnahmen gegen die von Ministerin Schmied geplante Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung wehren. Walter Riegler, oberster Pflichtschullehrer-Vertreter und Vorsitzender der ARGE Lehrer in der Gewerkschaft, droht nun offen mit Streik, sollte das nächste Treffen mit Schmied "kein passables Ergebnis" bringen.
"Die Frau Minister hat noch eine Woche Zeit, um vernünftig zu werden", so Riegler. Andernfalls werde die Gewerkschaft sich innerhalb kürzester Zeit organisieren: "Falls wir einen Streikbeschluss brauchen sollten, wird's ihn geben. Und zwar in einer Zeitspanne die zeigt, dass auch Beton sehr schnell reagieren kann." Nach den letzten Dienststellenversammlungen an den Kärntner Pflichtschulen soll ein Treffen der ARGE Lehrer stattfinden, in die Vertreter der fünf Lehrer-Sektionen die weitere Vorgangsweise beraten.
Inhaltliche Gespräche wird es mit Schmied laut Riegler auch am Freitag (20. März) ohne Offenlegung der Budgetzahlen nicht geben. "Natürlich" wehre man sich in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht gegen einen Solidarbeitrag, "aber wir sollen ja quasi für die Pläne der Ministerin wie den Ausbau der Ganztagsschulen und die Gesamtschule geradestehen", so Riegler.
Eine Zusage hätte seiner Meinung nach zudem weitreichende Folgen: "Wenn der Wahnsinn Mode macht, dass Lehrer nicht nur für die Miete der Schulen und die teilweise Abschaffung der Studiengebühren an den Pädagogischen Hochschulen aufkommen sollen, gibt es vielleicht morgen weitere Lohnkürzungen, wenn einmal der Strompreis erhöht wird." Und: Wenn die Lehrer einmal mehr unterrichten müssten, würden ähnliche Projekte bei anderen öffentlichen Bediensteten folgen, ist Riegler überzeugt.
(apa/red)
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