Freitag, 13. März 2009

Lehrer gehen auf Konfrontation zu Schmied:
Mindestens 90 Prozent für Streikmaßnahmen

  • "Ministerin hat eine Woche, vernünftig zu werden"
  • Nachgeben hätte schwere Folgen für andere Bereiche
    PLUS: Schreiben Sie Ihre Meinung zu dem Thema!

Österreichs Lehrer sind streikbereit. Über 90 Prozent wollen sich mit gewerkschaftlichen Maßnahmen gegen die von Ministerin Schmied geplante Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung wehren. Walter Riegler, oberster Pflichtschullehrer-Vertreter und Vorsitzender der ARGE Lehrer in der Gewerkschaft, droht nun offen mit Streik, sollte das nächste Treffen mit Schmied "kein passables Ergebnis" bringen.

"Die Frau Minister hat noch eine Woche Zeit, um vernünftig zu werden", so Riegler. Andernfalls werde die Gewerkschaft sich innerhalb kürzester Zeit organisieren: "Falls wir einen Streikbeschluss brauchen sollten, wird's ihn geben. Und zwar in einer Zeitspanne die zeigt, dass auch Beton sehr schnell reagieren kann." Nach den letzten Dienststellenversammlungen an den Kärntner Pflichtschulen soll ein Treffen der ARGE Lehrer stattfinden, in die Vertreter der fünf Lehrer-Sektionen die weitere Vorgangsweise beraten.

Inhaltliche Gespräche wird es mit Schmied laut Riegler auch am Freitag (20. März) ohne Offenlegung der Budgetzahlen nicht geben. "Natürlich" wehre man sich in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht gegen einen Solidarbeitrag, "aber wir sollen ja quasi für die Pläne der Ministerin wie den Ausbau der Ganztagsschulen und die Gesamtschule geradestehen", so Riegler.

Eine Zusage hätte seiner Meinung nach zudem weitreichende Folgen: "Wenn der Wahnsinn Mode macht, dass Lehrer nicht nur für die Miete der Schulen und die teilweise Abschaffung der Studiengebühren an den Pädagogischen Hochschulen aufkommen sollen, gibt es vielleicht morgen weitere Lohnkürzungen, wenn einmal der Strompreis erhöht wird." Und: Wenn die Lehrer einmal mehr unterrichten müssten, würden ähnliche Projekte bei anderen öffentlichen Bediensteten folgen, ist Riegler überzeugt.
(apa/red)

13.3.2009 22:13
stabilis, 17. 03. '09 10:14
Lehrergehälter II
Vielleicht sollte man die Gehälter der Lehrer exakt der Arbeitszeit anpassen? 40 Stunden ist Normalarbeitzeit x 14 Monate - 2 Monate wo die Lehrer nichts machen = 12 Gehälter!

Wäre doch ganz einfach! Und das 13/14 Gehalt wird dann (wie so oft) mit den Nachhilfestunden verdient damit die von Lehreren nicht richtig unterrichteten Schüler überhaupt noch eine Chance haben.

Die Höhe des Gehaltes kann man mittels Test leicht feststellen - einfach einen jährlichen Pisatest! Fällt er gut aus gibts Bonus, fällt er (wie immer) schlecht aus gibts Abzüge. Und Pragmatisierung etc. gibts sowieso nicht mehr! Es sollten die älteren Lehrer wenn Sie nicht mehr so schnell und effizient sind einfach gegen jüngere und billigere ausgetauscht werden!

Aja: Willkommen in der Privatwirtschaft der Eltern!
stabilis, 17. 03. '09 09:44
Lehrergehälter?
Hallo Mitbürger, habt Ihr mal die Gehälter der Professoren an berufsbildenden Schulen angeschaut? Ein DI an einer HTL verdient ein ausgezeichnetes Gehalt 14 x, je nach Alter ca. gleich viel wie in der Privatwirtschaft! Die DI an einer HTL sind jetzt nicht unbedingt die Topkräfte der Wirtschaft, man muss hier übliche Gehälter vergleichen!

Und das aber für nur 9 Monate Arbeit und 20 Wochenstunden (+ "Vorbereitung")
Hatte selbst ein Kind auf der HTL, die Schüler haben jedes Jahr die Schularbeitenbeispiele des Vorjahres ausgetauscht - üblicherweise immer die selben (oder fast die selben) Beispiele. Stoff frontal - keine Pädagogik, keine echte Motivation! Nichts hat sich zu meiner Zeit geändert!
In der Privatwirtschaft würde niemand jemals so arbeiten können!
josef4, 13. 03. '09 23:47
Das Feigenblatt
Ich verstehe die Junglehrer. Sie wurden von ihren etablierten Kollegen und ihrer Gewerkschaft einer gnadenlose Arbeitswelt unterworfen, der auch die meisten Menschen in der Privatwirtschaft unterworfen sind.
Dies war notwendig damit die etablierten Kollegen mit Kündigungsschutz ihre Privilegien behalten können.
Jetzt müssen diese Junglehrer sich auch noch öffentlich nackt ausziehen, um den übrigen Staatsbürgern zu beweisen, dass die Lehrer genauso mager sind, wie ihre Leidgenossen in der Privatwirtschaft.
Das Gleiche gilt natürlich auch bei den anderen Beamten
josef4, 14. 03. '09 16:00
Re: Das Feigenblatt
Die Lehre aus den obigen Überlegungen:
Sollte man nicht auch unterhalb des Feigenblattes nachsehen, wie es dort wirklich ausschaut?
Als Neid und Neugier möchte ich das nicht bezeichnen! Jeder Mensch hat die Aufgabe bevor etwas kauft sich zu überzeugen, ob es den Preis auch wert ist!
hary1965, 16. 03. '09 11:04
Re: Das Feigenblatt
Junglehrer die meist motiviert sind, die bessere Ausbildung haben, und die auch die Vorbereitungszeiten eher benötigen da sie noch keine fertigen unterlagen haben und sich ihr Konzept erst erarbeiten müssen, sollen lt. Ihrer Gewerkschaft die Sparmaßnahmen tragen, in Diskussionen hört man, bei Junglehrern kann man darüber reden, doch bei den Privilegien der Alten wird nichts verändert. Warum lassen sie sich das gefallen, am besten gehen jetzt Junglehrer, Eltern und Steuerzahler auf die Strassen gegen die Gewerkschaftsbonzen und Mulitkassierer wie NEUGEBAUER
stabilis, 17. 03. '09 09:51
Re: Das Feigenblatt
Junglehrer sind arme Schweine! In kürzester Zeit ist die Motivation verflogen, lästige unerzogene Schüler mit mangelhafter Grundbildung und ältere Kollegen die den "Neuen" gleich zeigen wie man sich gegen ein Zuviel an Arbeit wehrt. Es dauert nur wenige Jahre und der "Neue" hat sich angepasst. Aber trotzdem habe ich kein Verständnis da genau die selbe Situation in der Privatwirtschaft herrscht, mit teilweise genau so wenig Gehalt aber mit viel mehr Aufwand - nicht mit 3 Monaten Urlaub und bezahlter Weiterbildung WÄHREND der Lehrzeiten! Es wird Zeit das die Lehrer verpflichtend im Sommer arbeiten und die teuren Nachhilfestunden ersetzen die Eltern gezwungen sind zu bezahlen - aufgrund des Unvermögens anderer Lehrer! 5 Wochen Urlaub sind genug für alle - aber im JAHR!
wuffti, 13. 03. '09 22:37
Streikdrohung
In welchem Land leben wir eigentlich. Dürfen Staatsbedienstete (Beamte) streiken. Es ist eine Frechheit sondergleichen, die Diskussionen auf den Rücken der Kinder auszutragen. Die Kinder werden von den Lehrern einseitig informiert, sie können sich nicht einmal ihre eigene Meinung bilden. Es werden ihnen Horrorszenarien vorgemacht, ihre Lieblingslehrer würden entlassen. Ist das bei Beamten überhaupt möglich?? Meiner Meinung nach müßte jeder Beamte, noch dazu Lehrer, der eine Vorbildfunktion ausüben sollte, der streikt aus dem Staatsdienst entlassen werden. Ich habe kein Verständnis für eine Berufsgruppe, die nur meckert, aber selbst keine eigenen Alternativvorschläge bringt. Es heißt in jeder Diskussion, bei dir hat es für den Lehrer wohl nicht gereicht und was sind wir für arme Trottel.
mr.sauer, 13. 03. '09 23:00
Re: Streikdrohung
Leider werden keine Horrorszenarien von den Lehrern gemacht. Diese schaffen dann Hr.Pröll und Fr.Schmied wenn sie vielleicht doch einmal das Budget auf den Tisch legen müssen. (Im übrigen bin ich auch gegen Streik, weil das die ohnehin aufgeschauckelte Situation noch verschärft), allerdings kann es andersrseits nicht sein, dass Fr.Schmied die Bevölkerung gegen eine Berufsgruppe aufhetzt, und die Öffentlichkeit nicht richtig informiert. Es stimmt dass keine Lehrer entlassen werden, nur Jahresverträge werden nicht verlängert. Ich hoffe zum Wohle ihres Kindes, dass es nicht gerade die Lieblingslehrerin ihres Kindes trifft. PS: Sind wirklich alle 120000 Lehrer Trottel, und nur Fr.Schmied und die Krone haben Recht?
sbudget, 14. 03. '09 09:53
Re: Streikdrohung
Ich komme selbst aus dem öffentl. Dienst und wir wurden durch die Regierungen der vergangenen Jahre besonders in die Mangel genommen. Jedoch eine Zustimmung zu einem Streik durch die Gewerkschaft hat es für unsere Berufssparte nie gegeben. Man sieht hier die Macht, welche die Lehrer in der Gewerkschaft ausüben. Persönlich stehe ich einem Streik durch die Lehrer eher pessimistisch gegenüber. Es muss jede Berufsgruppe ihren Teil zum Ganzen beitragen, jetzt sind halt einmal die Lehrer dran. Daran wird auch ein Präs. Neugebauer nichts ändern können. (Hoffe ich!) 40 Wochenstunden durch die Lehrer und mehr? Mag sein, dann sollen diese Stunden durch die Lehrer auch in der Schule (Arbeitsplatz) verbracht werden. Ich kann meine Arbeit auch nicht in Heimarbeit erledigen!
lizzardo, 16. 03. '09 14:21
Re: Streikdrohung
So mancher möge damit konform gehen, dass lehrer ihre 40 stunden arbeitszeit in der schule verbringen sollen.
das kostet mich als lehrer aber nur ein müdes lächeln. WIE sollen wir das denn machen? es gibt an unserer schule gerade mal 8 PCs für 130 lehrer. mein "schreibtisch" beschränkt sich gerade mal auf 0,5m² und muss noch mit einem kollegen geteilt werden. genauso üppig finden sich ablageplätze für bücher, skripten, schularbeitshefte usw.
wir müssen sämtliche arbeitsmittel, sprich kugelschreiber, papier, taschenrechner etc. SELBST finanzieren.
ich glaube nicht, dass irgendwelche anderen akademiker mit diesen gegebenheiten auskommen müssen. also erzählen sie nicht solchen stuss, dass wir unsere unterrichtsfreie zeit in der schule verbringen sollen...
stabilis, 17. 03. '09 10:07
Re: Streikdrohung
Sollten die restlichen "pragmatisierten" Lehrer streiken sind diese sofort und fristlos aus dem öffentlichen Dienst zu entlassen! Damit sind wir diese Sesselpicker endlich los! Es stehen sehr viele Junglehrer mit hoher Motivation zur Verfügung!

Streik = fristlose Entlassung!

Alles andere wäre ein Hohn an jedem Arbeitnehmer in dem Land!
mr.sauer, 13. 03. '09 16:18
Interessant
Bei allen Meldungen wird um Stunden, Gott sei Dank nicht um Minuten gestritten. Ich hätte 2 interessante Fragen an ALLE !!! Erstens: Gibt es niemanden zu denken wenn auf einmal Budgetzahlen strengstens geheim gehalten werden (sowohl von Hr.Pröll als auch vón Fr. Schmied, die bekanntlich eine gute??? Bankerin war). Zweitens: Wie soll es zu einem Konsens zwischen Regierung und Gewerkschaft kommen, wenn man gar nicht weiß, wieviel Geld wirklich veranschlagt wurde? (Oder wird das Geld dringenst für etwas anderes gebraucht - EU, AUA, Banken. Ratenzahlung für Abfangjäger etc.)
zei263, 13. 03. '09 17:04
Re: Interessant
sehr richtig!
aber hier wird doch nur mit den bösen lehrern und danach mit dem öffentlichen diesnt und der öbb das vorgemacht, was ALLE erwartet: eine steuerreform auf pump, dann lohnkürzungen und/oder arbeitszeiterhöhungen. und bei den ersteren klatschen alle und jubeln, dass es den lehrern endlich einmal wer zeigt.
nur bei den banken, der AUA, ... darfs ein bißchen mehr sein, auf UNSERE kosten! Der staat sind WIR!!
hary1965, 13. 03. '09 14:08
Durchrechnung der Arbeitszeit
Es wäre mal interessant wenn wirklich unabhängige Stellen die Tatsächliche Arbeitszeit der Lehrer ermittelt und veröffentlichst, unter Berücksichtig der Dauer der Tätigen was sicher eine Auswirkung der Vorberreitungszeit hat (Leher werden wohl nicht jede Woche die selben Vorbereitungen wiederholen müssen) und unter Berücksichtigung der 14 vWochen Urlaub (Welcher Lehrer korrigiert und bereitet sich in den Ferien immer wieder auf den selben Stoff vor?) Weiters wäre eine Qualtitätsüberprüfung nötig um zu ergründen aus welchen Gründen Schüler dermaßen schlecht auf ihr Leben vorberreitet sind und selbst einfachte Grundlagen nicht beherschen, zu sagen Schüler sind faul und schlecht erzogen ist zu einfach. Es kann auch auf unmotiviertes Vortragen begründet werden.
brigerl, 13. 03. '09 16:25
Re: Durchrechnung der Arbeitszeit
Es kann aber auch nicht ständig an allem der Lehrer schuld sein - dass ist auch zu einfach. Egal ob die Schüler nicht lesen können, einen 5er im Zeugnis haben, sich nicht konzentrieren können, etc. immer liegt die Schuld angeblich am Lehrer.
Und ja, man bereitet denselben Stoff immer wieder anders vor, weil die Art und Weise, wie er den Schülern vermittelt wird, den Bedürfnissen und Lerntypen der Schüler entsprechen soll. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass die Korrektur der Schularbeiten und Hausaufgaben auch immer neue Herausforderungen birgt.
Und egal ob Semester-, Winter- oder Osterferien, Urlaub hatte ich in diesen Zeiträumen noch nie.
zei263, 13. 03. '09 16:58
Re: Durchrechnung der Arbeitszeit
Diese Untersuchung gibt es: vom SORA-Institut, bezahlt vom Ministerium vor einigen Jahren, damit man den Lehrern damals etwas wegnehmen hätte können. Ergebnis: etwa 1975 Stunden!! Also weit mehr als ein "normaler" Arbeiter oder Angestellter bei 40-Stunden und 5-6 Wochen Urlaub.
Warum ist diese Untesuchung wohl sofort in den Schubladen verschwunden?
clsc, 13. 03. '09 17:15
Re: Durchrechnung der Arbeitszeit kommt extrem teuer
Ja ein guter Vorschlag, denn dann müssten mal wirklich alle Arbeitsstunden, in der Klasse, bei Schulveranstaltungen, zu Hause, im Lehrerzimmer, bei der Weiterbildung usw. bezahlt werden. Aber unsere Superbankerin a D schafft ja nicht einmal den status quo zu finanzieren und es sollte bei einer von ihr mitverantwortete Pleite ( Kommunalkreditbank !) bleiben. Bitte treten Sie zurück Frau Minister und v a treten Sie aus unserer Bewegung (SPÖ) aus, ihre Vorschläge sind wenig kreativ und total unsozial!
sidestep, 13. 03. '09 17:53
Re: Durchrechnung der Arbeitszeit
Ja, ja Harry Sie scheinen noch nie was von lebenslangen Lernen gehört zu haben. Der Lehrstoff ändert sich genauso ständig wie die Unterrichtsmethoden und da heißt es auch lernen wenn Sie meinen, der Lehrer lernt oder bereitet sich nicht auf den Unterricht vor - alles klar?
brigerl, 13. 03. '09 13:26
Nachweisbarkeit Wochenstunden 2
... und oft müssen Materialien wie Overheadfolie, Stifte, etc. von uns selbst besorgt und bezahlt werden! In welchem anderen Job gibt es solche Zustände?! Dafür wird von der Frau Minister kein Budget ausgegeben!
Zuletzt sei gesagt: Schwarze Schafe gibt es überall und im jedem Job! Bevor man mit Kritik blindlinks um sich schlägt, sollte man sich zuerst ausführlich informieren und beide Seiten betrachten - und nicht das von den Medien gezeigte als einzige Wahrheit ansehen!
brigerl, 13. 03. '09 13:21
Nachweisbarkeit Wochenstunden 1
Bezüglich der Nachweisbarkeit der Arbeitsstunden sei so viel gesagt: Jeder von uns Lehrer würde sich einen Arbeitsplatz in der Schule mit PC, Drucker und anderen Materialien wünschen, um auch die Vor- und Nachbereitungen an der Schule tätigen zu können. Wir haben nichts zu verbergen! Dann würde die Öffentlichkeit sehen, dass auch wir eine 40 Wochenstunde und mehr haben. Jedoch ist das Geld dafür nicht vorhanden! Und wer behauptet, dass er auf einem halben Quadratmeter effizient arbeiten kann, der wäre wirklich ein schlechter Lehrer! Unser Arbeitsplatz ist daher zu Hause und die gehaltenen Stunden in der Schule das Ergebnis dieser Arbeit! Es ist letztendlich nicht unsere Schuld, dass uns kein Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird! Für 50 und mehr Lehrer an einer Schule gibt es 5 PCs ...
Skyf, 17. 04. '09 16:38
Re: Nachweisbarkeit Wochenstunden 1
Na dann sollte man für menschenwürdige Lehrerarbeitsplätze in der Schule streiken und nicht wegen der enormen Mehrbelastung von einer zusätzlichen Unterrichtsstunde pro Woche. Da gäbe es auch sicher von Nicht-Lehrern viel mehr Verständnis.
brigerl, 13. 03. '09 13:16
Junglehrer müssen um Job bangen
Die meisten Leute sehen nicht, dass es bei weitem nicht nur darum geht, zwei Stunden mehr zu arbeiten, sondern dass diese 2 Mehrstunden an den Schulen gar nicht vorhanden sind!!! Das bedeutet, dass, wie von der Frau Minister versprochen, zwar niemand gekündigt wird, aber dass die befristeten Verträge (alle Junglehrer haben einen auf ein Jahr befristeten Vertrag!) einfach nicht verlängert oder deren Stunden gekürzt werden, da diejenigen, die einen Fixvertrag haben, Vorrang haben bezüglich der Stundenverteilung. Auch die versprochenen Klassenteilungen sind eine Augenauswischerei, da es große Unterschiede zw. AHS und BHS und zw. den verschiedenen Gegenständen gibt! Denn: Sprachlehrer unterrichten in bereits geteilten Klassen und daher werden für diese keine Mehrstunden anfallen!
anton2009, 13. 03. '09 11:20
Traumberuf LehrerIn
das brauchen Sie:
*Nerven wie Drahtseile
*Unterrichtsshows - besser als im Fernsehen
*Sprachkenntnisse in Kurdisch, Polnisch, Türkisch ...
*Unterricht auch im Keller
*Durchtrainiertheit, um auch noch als 66-jähriger mit der Klasse Eislaufen zu können
*Grundkenntnisse als Sozialarbeiter, Seelsorger, Animateur
*Eigenkapital für Klassenfahrten, Lehr- u. Lernmittel
*Blinder Gehorsam gegenüber Schulaufsicht
Das wird Ihnen geboten:
*Steigende Schülerzahlen mit vielen Nationalitäten
(die Welt kommt in die Klasse! Wozu noch verreisen?)
*Jährl. Urlaubswochen im Landheim in Begleitung aufgeweckter Schüler (wozu die Nächte mit Schlaf vergeuden?)
*Action am Vormittag, lassen Sie sich überraschen!
*Gemeins. Altern im Kollegenkreis
*Großzügige Arbeitszeitverlängerungen
werden Sie Lehrer
sidestep, 13. 03. '09 11:44
Re: Traumberuf LehrerIn
Sehr geehrter Herr Anton!
Besser hätte es niemand schreiben können. Alle anderen Argumente verschwinden ob dieses Poastings!

BRAVO!!!!!
Ulf01, 13. 03. '09 12:01
Re: Traumberuf LehrerIn
Selbstverständlich werden auch Lehrer ihre Belastungen haben, das kann niemand abstreiten. Falls aber Lehrer denken, sie sind die einzigen die Belastungen ausgesetzt sind so ist das nur ein weiterer Beweis wie weit weg von der Realität diese Berufsgruppe lebt. Trotzdem ist es ein Faktum, dass es wenige Menschen gibt, die einen derart hohen Stundenlohn haben. Mit Stundenlohn meine ich Jahreseinkommen dividiert durch TATSÄCHLICH geleistete jährliche Arbeitsstunden.