Regierung genießt Platz an der Sonne: Minister im Vertrauensindex hoch im Kurs
- Konnten teilweise ihre Werte sogar noch steigern
- Nur Innenministerin Fekter verliert Sysmpathiepunkte
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Schmied: 'Sehr, sehr interessantes Modell'

Die Bundesregierung kann sich auch 100 Tage nach ihrem Amtsantritt noch auf eine gute Portion Vertrauen in der Bevölkerung stützen - sie hat ihre Werte im APA/OGM-Vertrauensindex sogar noch steigern können. Zu den Aufsteigern gehören die in den Lehrerstreit verwickelte Bildungsministerin Schmied und Wirtschaftsminister Mitterlehner. Abgestürzt ist Innenministerin Fekter.
Sowohl Schmied als auch Mitterlehner konnten im Vergleich zum Dezember 2008 jeweils zehn Prozentpunkte zulegen. Bei der Bildungsministerin (Vertrauenssaldo 24 Punkte) dürfte der Grund in ihrem Konflikt mit der Lehrer-Gewerkschaft um zwei zusätzliche Unterrichtsstunden liegen. Beim Wirtschaftsminister (Saldo 21) sieht OGM-Chef Wolfgang Bachmayer einen Zusammenhang mit dessen "recht häufiger und professioneller Medienpräsenz im Zuge der Wirtschaftskrise".
Fischer weiter unangefochten
Unangefochten an der Spitze steht weiterhin stabil Bundespräsident Heinz Fischer mit 70 Vertrauenspunkten. Vizekanzler Pröll behauptete mit 41 Punkten (plus 5) Platz zwei. Bundeskanzler Faymann folgt hinter Nationalratspräsidentin Prammer (41 Punkte/plus 6) mit 29 Zählern erst auf Rang vier, der SPÖ-Chef hat aber im Vergleich zu Dezember immerhin sieben Punkte aufgeholt. Noch deutlicher zulegen konnte mit plus neun Punkten SPÖ-Klubobmann Cap (gesamt minus 7). Er profitiert nach Einschätzung Bachmayers vom Kuschelkurs innerhalb der Regierung.
Verliererin ist Innenministerin Fekter, die gleich zwölf Punkte einbüßte und nun mit minus fünf auch in ein negatives Vertrauenssaldo gerutscht ist. Sie war zuletzt vor allem mit ihrem Entwurf für ein neues humanitäres Bleiberecht in den Medien präsent und fasste für ihr Handling des Tschetschenenmords Kritik aus. Ebenso wie Fekter erlebte auch der Dritte Nationalratspräsident Graf einen Absturz um 12 Punkte. Der FPÖ-Politiker, dessen Immunität wegen des Verdachts der Untreue und der fahrlässigen Krida aufgehoben wird, liegt damit mit einem negativen Saldo von minus 30 gemeinsam mit seinem FPÖ-Parteichef Strache mit minus 31 am Ende der Vertrauensskala.
Für den Vertrauensindex wurden am Montag 500 Österreicher ab 16 Jahren telefonisch abgefragt.
(apa/red)
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