"Jeder Fehler ist einer zu viel": Reaktionen aus der Politik auf Ärzte-Aufdeckerbuch
- ÖVP-Rasinger fordert Verbesserungen bei Ausbildung
- Verordnete Medikamente aud e-Card abspeichern

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"Prinzipiell ist zu sagen: Jeder Fehler ist ein Fehler zu viel." So reagierte ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger im APA-Gespräch auf die in Kurt Langbeins Buch "Verschlusssache Medizin" geäußerten Kritikpunkte im österreichischen Gesundheitswesen. "Bei 100 Millionen Arzt-Patienten-Kontakten und 2,5 Millionen Spitalsfällen im Jahr ist es logisch, dass Fehler passieren müssen." Es gebe aber im Regierungsprogramm eine ganze Reihe von Punkten, mit denen man die Fehlerzahl in Zukunft zu minimieren hofft.
So sei auf allen Ebenen die Ausbildung zu verbessern. Das betrifft laut Rasinger das bereits überarbeitete Medizin-Studium, die Schwesternausbildung, die Ausbildung im Spital sowie die bereits vorhandene, aber oft nicht kontrollierte Verpflichtung zur Fortbildung: "In Deutschland und der Schweiz müssen 50 Stunden Fortbildung pro Jahr nachgewiesen werden. Das kann ich mir auch für Österreich vorstellen."
Verbesserungsvorschläge
Verordnete Medikamente will der VP-Gesundheitssprecher in Zukunft ausnahmslos auf die e-Card spielen, um so sinnlose Doppelverordnungen oder gar gefährlich miteinander korrelierende Medikationen zu vermeiden. Außerdem fordert der die Einhaltung der Arbeitszeitgesetze in Spitälern: "Überlange Dienste sollten der Vergangenheit angehören." Wichtig ist auch eine durchgehende Betreuungskette zwischen ein und dem selben Arzt und der Schwester und dem Patienten.
(apa/red)
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