Macht Google Linux zum Microsoft-Killer?
Smartphone-System Android hat Potential
- Googles Unterstützung laut Analyst Huang Pluspunkt
- Android-Einsatz auf Netbooks interessiert Industrie

Googles Smartphone-Betriebssystem Android könnte ein echtes Zugpferd für Linux im Massenmarkt werden. Diese Ansicht vertritt der Analyst Calvin Huang: "Ohne wirklich starke Unterstützung ist Linux nur eine Nischenplattform. Jetzt, mit Googles Unterstützung, hat Android bessere Chancen, Microsoft Nutzer abspenstig zu machen", sagt der Experte der Daiwa Securities Group. Die Kombination der Unterstützung eines großen Herstellers mit dem Kostenvorteil einer Open-Source-Lizenz könne Android zum Microsoft-Killer machen, so der Analyst.
Nachdem Tüftler gezeigt hatten, dass Android auch für Netbooks geeignet ist, hatte ASUS erst kürzlich Interesse an der Linux-Version bekundet. Gerade die wirtschaftliche Krisenlage dürfte Gerätehersteller zu Android treiben, so Huang. "Die Lizenzkosten spielen eine große Rolle und Hersteller mögen es nicht, von Microsoft belastet zu werden. Ein Android-Netbook wird eindeutig weniger kosten als eines mit Windows", betont der Analyst.
Es wird sich allerdings erst weisen müssen, ob Android auf Netbooks auch die Akzeptanz der breiten Usermasse gewinnen kann. In diesem Bereich hatten andere Linux-Varianten im Netbook-Segment durchaus zu kämpfen. Allerdings könnte der Durchbruch eine Frage der Zeit sein. "Nutzer müssen sich erst an ein anderes Betriebssystem als Windows gewöhnen. Microsoft wird für zwei oder drei Jahre keine Probleme haben", glaubt Huang. Dann aber werde Google zum ernsthaften Herausforderer für Microsofts Dominanz avanciert sein.
(pte/red)
