Weitere Änderungen bei der Post-Führung:
Das Management hat "nicht optimal agiert"
- Staatsekretär schließt neuerliche Abgänge nicht aus
- Schieder übt scharfe Kritik an ÖIAG-Chef Michaelis

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Der überraschende Abgang von Postchef Anton Wais könnte nicht der letzte gewesen sein. Finanzstaatssekretär Andreas Schieder schließt weitgehendere Veränderungen in der Führungsetage des börsenotierten Unternehmens nicht aus. Das hänge zwar vom neuen Unternehmenskonzept aus, für Schieder hat das Management jedenfalls bisher "nicht optimal agiert". Scharfe Kritik übte er auch an ÖIAG-Chef Peter Michaelis. Dieser würde sich durch sein Vorgehensweise "selbst infrage stellen".
Im Zuge der Neubesetzung des Chefpostens der Post müssten auch die grundlegenden Aufgaben, wie die bevorstehende Marktliberalisierung und der Versorgungsauftrag, gelöst werden. Zum Anforderungsprofil des neuen Vorstandsvorsitzenden gehören aus Sicht Schieders neben Führungs- und Teamqualitäten auch Dialogfähigkeit und der Umgang mit Belegschaft und Gewerkschaft, und das sei bisher "nicht optimal gewesen". Die Mitarbeiter dürften nicht als Belastung gesehen werden.
Ob es mit der Ablöse von Wais getan sei, ließ Schieder offen, schloss aber weitere Veränderungen nicht aus. Wenn das neue Unternehmenskonzept steht, werde man sich anschauen, "welche Personen dazupassen". Bisher habe das Management, also die vier Vorstände und der Vorstandsvorsitzende, "nicht optimal agiert".
(apa/red)

