Samstag, 7. März 2009

Weitere Änderungen bei der Post-Führung:
Das Management hat "nicht optimal agiert"

  • Staatsekretär schließt neuerliche Abgänge nicht aus
  • Schieder übt scharfe Kritik an ÖIAG-Chef Michaelis

Der überraschende Abgang von Postchef Anton Wais könnte nicht der letzte gewesen sein. Finanzstaatssekretär Andreas Schieder schließt weitgehendere Veränderungen in der Führungsetage des börsenotierten Unternehmens nicht aus. Das hänge zwar vom neuen Unternehmenskonzept aus, für Schieder hat das Management jedenfalls bisher "nicht optimal agiert". Scharfe Kritik übte er auch an ÖIAG-Chef Peter Michaelis. Dieser würde sich durch sein Vorgehensweise "selbst infrage stellen".

Im Zuge der Neubesetzung des Chefpostens der Post müssten auch die grundlegenden Aufgaben, wie die bevorstehende Marktliberalisierung und der Versorgungsauftrag, gelöst werden. Zum Anforderungsprofil des neuen Vorstandsvorsitzenden gehören aus Sicht Schieders neben Führungs- und Teamqualitäten auch Dialogfähigkeit und der Umgang mit Belegschaft und Gewerkschaft, und das sei bisher "nicht optimal gewesen". Die Mitarbeiter dürften nicht als Belastung gesehen werden.

Ob es mit der Ablöse von Wais getan sei, ließ Schieder offen, schloss aber weitere Veränderungen nicht aus. Wenn das neue Unternehmenskonzept steht, werde man sich anschauen, "welche Personen dazupassen". Bisher habe das Management, also die vier Vorstände und der Vorstandsvorsitzende, "nicht optimal agiert".

(apa/red)

7.3.2009 08:37
hofep, 08. 03. '09 11:10
Postliberalisierung auf Kosten des Steuerzahlers
Wie bei der Telekom sollen bei der Post tausende MitarbeiterInnen mit vollen Bezügen in Pension geschickt werden. Damit trägt die Kosten der Steuerzahler und die Postbilanz ist entlastet. Gleichzeitig werden Billigarbeitskräfte eingestellt und Services ausgelagert. Alles zulasten der Bevölkerung, denn die Jobs fehlen in der Volkswirtscht, also mehr Arbeitslose, das Service wird verschlechtert denn Postämter werden geschlossen und schelcht bezahlte Jobs bringen hohe Fluktuation und wenig Motivation. Die Post wird von einem großen ausländischen Unternehmen gekauft was letztlich zu einer Oligopolbildung führt. Die kurzfristig gesunkenen Kosten werden dann für die Kunden wieder gehoben. Liberalisierung um jeden Preis, wo ist der Nutzen?