Mittwoch, 4. März 2009

Für Starbucks schaut's düster aus: Muss im Juni erstes Filiale in Österreich schließen

  • Weltweiter Abbau von 6.700 Arbeitsplätzen geplant
  • NEWS: US-Kaffeehauskette schreibt tiefrote Zahlen

Als vor einem Monat die Horrorgeschäftszahlen der weltweit größten Kaffeehauskette Starbucks veröffentlicht wurden, stockte den mehr als 170.000 Mitarbeitern der Atem. Der Umsatz ging im letzten Quartal noch relativ moderat um 5,4 Prozent zurück, allerdings brach der Gewinn um atemberaubende 69 Prozent ein. Weltweite Filialschließungen und der geplante Abbau von 6.700 Stellen wurden publik.

Nun schleicht die Starbucks-Krise auch nach Österreich. Die US-Kette, seit 2002 in Wien, bringt es auf 13 Shops. Die Bilanzen sind Jahr für Jahr tiefrot. Was weltweit wie am Schnürchen funktioniert hat, kam in Österreich nie in Schwung.

Der letztverfügbare Jahresabschluss (für 2007), der in der Vorwoche beim Handelsgericht eingereicht wurde, spricht Bände: Der Umsatz steigt zwar um 18 Prozent auf 9,7 Millionen Euro, der Bilanzverlust macht allerdings 7,9 Millionen Euro (2006: 6,7 Millionen Euro) aus. Starbucks-intern spricht man von einer "schwierigen Ertragslage" – eine Untertreibung. Die Eigenkapitalquote schmolz von 41 auf 17,3 Prozent. Aus diesem Grund muss nun auch Österreich, wo knapp 150 Mitarbeiter beschäftigt sind, das konzernweite Eindampfprogramm fahren.

Ladenschluss
Und damit gibt es auch schon das erste Opfer: das Starbucks in der Wiener Währinger Straße. "Spätestens bis Juni sind wir hier draußen", bestätigt ein Shop-Mitarbeiter die NEWS-Recherche. Auch bei der Konkurrenz weiß man bereits um den Rückzug in Raten. Coffeeshop-Company-Boss Reinhold Schärf: "Mir wurde das Objekt in der Währinger Straße gerade angeboten."

Lesen Sie im NEWS 10/08, wie's mit der Kaffee-Kette weitergeht!

4.3.2009 16:16