Donnerstag, 5. März 2009

Hiddink sagt Alex Ferguson den Kampf an:
Chelsea-Coach verspricht ein enges Rennen

  • "Wir werden ihn so lange wie möglich herausfordern"
  • Englands Presse vom neuen Kampfgeist beeindruckt

Chelseas Interims-Trainer Guus Hiddink hat Manchester United ein enges Rennen um die englische Fußball-Meisterschaft angekündigt. Nach dem im Schneeregen hart erkämpften 1:0-Sieg in Portsmouth gab sich der Niederländer angriffslustig. "Wir mussten gewinnen, um den Tabellenführer unter Druck zu setzen. Wir werden ihn so lange wie möglich herausfordern, hoffentlich bis zum Schluss", sagte Russlands Teamchef.

Hiddink, der die Londoner bis Saisonende betreut, schickte auch noch einen Gruß an United-Trainer Alex Ferguson. "Ich weiß nicht, ob Leute vor ihm Angst haben - ich zumindest habe keine", meinte er nach dem vierten knappen Sieg im vierten Pflichtspiel, für den Stürmer Didier Drogba mit seinem erst zweiten Liga-Treffer in der Saison zwölf Minuten vor dem Abpfiff gesorgt hatte.

   Englands Presse feierte nach Chelseas Sieg "Rain Man" Drogba ("Daily Mail"). Hiddink habe dem vorher launischen Spieler von der Elfenbeinküste neuen Mut gegeben und sei nun ein "Drogba-Abhängiger", schrieb das Boulevard-Blatt "The Sun". Auch die "Times" zeigte sich beeindruckt vom neuen Kampfgeist der "Blues"-Elf.

Chelsea muss Spieler verkaufen
   Doch auch der neuerwachte Kampfgeist wird das Chelsea-Team wohl nicht vor größeren Veränderungen im Sommer bewahren. "Mehrere Spieler werden gehen und mehrere kommen", kündigte Chelsea-Präsident Bruce Buck schon vor der Match in Portsmouth an. Der Verein, der dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch gehört und seit kurzem einen Sparkurs fährt, müsse "drei, vier oder fünf" Stars verkaufen, um neue Spieler an die Themse zu holen.

(apa/red)

5.3.2009 10:06